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CITES: Kampf um gefährdete Arten

Vom 3. bis 15. November findet in Santiago de Chile die 12. Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES - Convention on International Trade in Endangered Species) statt. Verhandlungen über 160 Tier- und Pflanzenarten stehen auf der Tagesordnung. Greenpeace wird sich auf der Konferenz besonders dafür einsetzen, dass der Handel mit Mahagoni und mit dem Schwarzen Seehecht begrenzt wird und dass die Handelsbeschränkungen für Minke- und Brydewale nicht aufgeweicht werden.

Mahagonibäume sind wegen ihres begehrten Holzes in Mittel- und Südamerika selten geworden. In einigen Regionen sind sie durch Raubbau und illegalen Handel vom Aussterben bedroht. Erst vor kurzem hat die brasilianische Umweltbehörde innerhalb von wenigen Tagen wieder zwei illegale Transporte beschlagnahmt.

Besonders gefährdet ist auch der Schwarze Seehecht: 50 bis 80 Prozent der weltweiten Fänge stammen aus illegaler Piratenfischerei. Minke- und Brydewale sind derzeit sowohl durch das Walfangverbot der Internationalen Walfangkommission als auch durch Handelsbeschränkungen geschützt. Japan will nun die Aufhebung der Handelsbeschränkungen erreichen. Sollte dieser Antrag Erfolg haben, wäre dem illegalen Walfang Tür und Tor geöffnet.

54 Anträge auf Änderung des Schutzstatus für bedrohte Tiere und Pflanzen liegen den Delegierten vor. Bedrohte Arten sind in drei Anhängen des Artenschutzabkommens aufgeführt. In Anhang I sind alle Arten aufgelistet, die direkt vom Aussterben bedroht sind. Anhang II enthält Arten, die gefährdet sind und ohne Beschränkung sowie strikte Kontrolle des Handels ausgerottet werden könnten. Anhang III listet die Arten auf, die das Ursprungsland zwar schützen will, ohne jedoch in der Lage zu sein, den internationalen Handel zu kontrollieren. (sit)

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