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Moritz Jahn und Katharina van der Smissen im Amazonas-Regenwald
Tuane Fernandez / Greenpeace

Greenpeace und „Dark“-Star Moritz Jahn auf Amazonas Expedition

 

Eigentlich ist seine Spielwiese der düstere Kiefernwald Brandenburgs, doch jetzt war Moritz Jahn aus der Netflix Serie “Dark” mit Greenpeace im Amazonas-Regenwald: Wunderschön und stark bedroht.

Die Luft ist schwül, unzählige Vogelarten zwitschern um die Wette, das üppige Grün des Regenwalds ragt bis zum Ufer des Amazonas-Stroms. Es ist ein gewaltiger Fluss, sechsmal breiter als der Rhein. Moritz Jahn und Greenpeace-Kampaignerin Katharina van der Smissen balancieren über einen schmalen Holzsteg und steigen in ein Schlauchboot (siehe Foto). Sie stoßen sich vom Ufer ab und fangen an zu lachen. „Die Natur ist der Wahnsinn!!! Heute gehen wir mit local river communities auf Entdeckungstour! 😊", schreibt der Schauspieler in einer ersten Nachricht an die Greenpeace Zentrale in Deutschland.

Es ist eine Reise mit Erlebnissen voller Schönheit und doch mit ernstem Hintergrund. Denn der Regenwald ist bedroht wie nie zuvor: Immer stärker werden im brasilianischen Amazonasgebiet illegal ökologisch wertvolle Waldflächen abgeholzt. Immer dramatischer geht das Artensterben weiter. Immer dreister unterdrückt die brasilianische Regierung unter Führung von Jair Bolsonaro indigene Gemeinschaften, anstatt sie und ihren Lebensraum zu schützen. Es gibt also viele Missstände, auf die Schauspieler Jahn und Greenpeace auf ihrer Erkundungstour durch den brasilianischen Amazonas -Regenwald in Videos und auf Fotos aufmerksam machen wollen.
Unterstützt werden sie dabei von 15 Wissenschaftler:innen aus Brasilien und Greenpeace-Expert:innen, die die biologische Vielfalt des Gebiets untersuchen und ihre Erkenntnisse mit dem Duo teilen. Um die Abholzung zu dokumentieren, haben sie beispielsweise Waldschäden aus der Luft, per Boot und zu Fuß erkundet und gefilmt.
Weitere Ergebnisse werden Greenpeace und Jahn in den kommenden Tagen in den sozialen Medien veröffentlichen. Greenpeace setzt dabei bewusst auf eine Zusammenarbeit mit dem Schauspieler, um so eine noch breitere Öffentlichkeit für den Schutz des Amazonas zu sensibilisieren.

Im Amazonasgebiet

  • Manicoré River in the Amazon in Brazil

    Der Manicoré-Fluss im Amazonasgebiet

    Wunderschön und stark bedroht ist die Amazonas-Region trotz ihrer unglaublichen Größe.

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  • Moritz Jahn protestiert im Amazonas-Regenwald gegen Waldzerstörung

    Während Moritz Jahn protestiert ...

    Schauspieler Moritz Jahn macht auf die Zerstörung im Amazonas-Gebiet aufmerksam

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  • “Amazon We Need” Expedition in the Amazon in Brazil - Ichthyofauna Researchers

    Wissenschaftler:innen im Manicoré-Fluss

    ... untersuchen Wissenschaftler:innen die Biodiversität im Manicoré-Fluss...

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  • “Amazon We Need” Expedition in the Amazon in Brazil - Herpetofauna Researchers

    ... fanden Reptilien ...

    Die Wissenschaftler:innen wollten mehr über die Artenvielfalt der Region wissen, sie bestimmten Reptilien mit Hilfe von Lebenfallen.

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  • “Amazon We Need” Expedition in the Amazon in Brazil - Birdlife researchers

    ... und Vögel

    Auch die Vogelwelt der Region untersuchten sie. Ziel ist, genauer bekannt zu machen, was in der Region lebt, und den Indigenen dadurch zu helfen, ihren Lebensraum als schützenswert darstellen zu können.

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Amazonas-Schutz nur mit Schutz der Indigenen

Ziel der Amazonas-Expedition von Jahn und Greenpeace ist auch, den Bewohner:innen der dokumentierten Region eine Stimme zu geben und ihr Bestreben nach einem Schutzgebiet zu unterstützen. So können die dort lebenden Menschen ihre traditionelle Lebensweise bewahren, die wesentlich vom Erhalt der Wälder abhängt. Das schützt den Amazonas-Regenwald und ist wichtig für den Schutz von Klima und Artenvielfalt.

2022 ist eines der letzten Jahre, in denen verhindert werden kann, dass der Amazonas-Regenwald aufgrund fortschreitender Waldvernichtung einen Kipppunkt ohne Rückkehr erreicht  - und große Teile des Waldes unwiederbringlich zu einer Savannenlandschaft austrocknen würden. Neben den schwerwiegenden Folgen für das Weltklima würden unzählige Tier- und Pflanzenarten aussterben, die vielfach noch gar nicht bekannt sind.

 

Ermordete Aktivisten: die Arbeit im Amazonasgebiet wird gefährlicher

Überschattet wurde die Reise vom Mord an zwei Aktivisten, die zeitgleich zur Greenpeace Expedition verschwanden: Der britische Journalist Dom Phillips und der brasilianisch indigene Aktivist Bruna Perreira hatten sich seit Jahren für den Schutz des Regenwaldes und die Rechte der indigenen Bevölkerung eingesetzt. Ihre Ermordung zeigt, wie gefährlich die Arbeit für Aktivist:innen ist. Sie sind die jüngsten Opfer in einer blutigen Serie von Angriffen auf Indigene und ihre Unterstützer:innen. 

Diese Tat hatte auch direkte Auswirkungen auf die Greenpeace Amazonas-Expedition: Um die Teilnehmenden zu schützen, haben wir auf News bis zu ihrer sicheren Heimkehr verzichtet. Mittlerweile sind Moritz Jahn und Greenpeace-Kampaignerin Katharina van der Smissen aber sicher zurück von ihrer Amazonas Expedition, deshalb startet nun also auch die Berichterstattung auf unseren Kanälen.

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