Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Doch wie sieht die Wirklichket aus? Auch heute, 20 Jahre nach dem historischen Verbot, sind erst ein Drittel der FCKW durch andere Stoffe ersetzt. Sie dürfen infolge verschiedener Ausnahmeregelungen noch bis zum Jahr 2040 eingesetzt werden. So werden sie etwa bis zum Jahr 2050 in die Atmosphäre entweichen. Vom Aussprechen des Verbots bis zum tatsächlichen Ende der FCKW hat es dann fast 70 Jahre gedauert.

Um eine einzige Gruppe von chemischen Substanzen in einer einzigen Anwendung (der Kältetechnik) abzuschaffen, lässt die Industrie sich trotz heraufziehender Umweltkatastrophe und trotz eines internationalen Aufschreis fast eine Ewigkeit Zeit. Und das Ozonloch wächst weiter! Aufgrund der Verzögerung wird sich das Ozonloch nicht vor 2068 schließen.

Fast noch schlimmer als das Schneckentempo ist, dass mit Hilfe des Montreal-Protokolls neue, mit den FCKW verwandte F-Gase, die FKW, eingeführt werden. Die FKW, die nahezu das gleiche zerstörerische Treibhauspotential besitzen wie die FCKW, werden diese in den nächsten Jahrzehnten zu fast 100 Prozent ersetzen.

Das Phase-out der FCKW war gleichbedeutend mit dem Phase-in der FKW. Und die chemische Industrie hat erreicht, was sie erreichen wollte. Öffentlich gilt das Problem als gelöst, und sie verdient weiterhin gut an diesen Substanzen, die nach wie vor in Autoklimaanlagen, Kälteanlagen etc. eingesetzt werden. Das Montreal-Protokoll wurde von den Beteiligten ad absurdum geführt. Eine Erfolgsgeschichte? Wohl kaum, das Gegenteil ist richtig.

Eine wirkliche Erfolgsgeschichte ist die des Greenfreeze, des FCKW- und FKW-freien Kühlschranks von Greenpeace. Unter den Links weiter unten finden Sie seine Erfolgsgeschichte und die seines Nachfolgers, des SolarChill.

Vogel über Müllberg

Mehr zum Thema

Nahaufnahme im Labor: Hand hält eine Schale mit Mikroplastik.

Mikroplastik: ein unsichtbares Problem

Was genau ist Mikroplastik? Wo kommt es her – und warum ist es so schwer, das Problem wieder einzufangen. Antworten auf diese Fragen, liefert dieser Artikel.

mehr erfahren über Mikroplastik: ein unsichtbares Problem
Studioaufnahme: Textilien von Shein auf einem Haufen

Schäm dich, Shein

Schnell, billig, rücksichtslos – das ist das Geschäftsmodell von Fast-Fashion-Konzern Shein. Greenpeace hat zum dritten Mal Produkte ins Labor geschickt – wieder mit beunruhigenden Ergebnissen.

mehr erfahren über Schäm dich, Shein
Vreni mit Sonnenbrille

Vreni Jäckle: Mode ist politisch

Vreni ist Gründungsmitglied der Fashion Changers. Im Interview zeigt sie, wie Mode eng mit Politik, Diskriminierung und Aktivismus verbunden ist.

mehr erfahren über Vreni Jäckle: Mode ist politisch
Phoebe steht vor einer Zimmertür.

Mit Phoebe die Masche der Industrie checken

In einer Welt, in der das nächste Kleidungsstück immer nur einen Klick weit entfernt ist, zeigt Phoebe, wo wir genauer hinschauen können – auf Verarbeitung, Materialien und die Versprechen der Marken.

mehr erfahren über Mit Phoebe die Masche der Industrie checken
Larissa fotografiert sich im Spiegel

Mit Larissa den eigenen Style finden

Larissa aka larytales zeigt auf Social Media, wie sie Slow Fashion mit dem ultimativen Organisations-Tool der Fashion-Welt lebt: der Capsule Wardrobe. Wie das klappt, verrät sie im Interview.

mehr erfahren über Mit Larissa den eigenen Style finden
Discokugel und Konfetti

Silvester ohne Umweltverschmutzung: 6 nachhaltige Tipps

Die Silvesterfeier ist ein guter Moment, um alte, unschöne Gewohnheiten hinter sich zu lassen und nachhaltiger ins neue Jahr zu starten.

mehr erfahren über Silvester ohne Umweltverschmutzung: 6 nachhaltige Tipps