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Biodiesel, auch unter dem chemischen Namen Fettsäuremethylester bekannt, wird aus pflanzlichen Ölen hergestellt. Um Biodiesel zu gewinnen, bauen deutsche Bauern vor allem Raps an. Auf rund 1,4 Millionen Hektar wächst die gelb-blühende Ölfrucht derzeit. Das sind ungefähr 11,7 Prozent der gesamten Ackerfläche Deutschlands (12 Millionen Hektar). Dennoch: Der Rapsanbau will überlegt sein, denn die Pflanze unterliegt der Fruchtfolge. Das heißt, sie kann nur etwa alle drei bis fünf Jahre auf demselben Feld angebaut werden. Langfristig ist nur mit einem Viertel der Erträge zu rechnen.

Bislang wurden 65 Prozent der jährlichen Rapsernte zur Produktion von Biodiesel verwendet, der übriggebliebene Raps wurde zur Herstellung von Speiseöl verwendet oder landete als Viehfutter im Trog. Die Ernte, die für Biodiesel vorgesehen ist, wird chemisch bearbeitet. Nach dieser Umesterung bleiben jährlich etwa 1,5 Millionen Biodiesel als Kraftstoff für Fahrzeuge und Maschinen übrig. Sie decken jedoch nur einen Bruchteil des Verbrauchs ab, wie ein Vergleich zeigt: Rund 28,9 Millionen Tonnen Diesel und 28,8 Millionen Tonnen Benzin werden jährlich allein in deutschen Kraftfahrzeugen verbraucht.

Aufgrund dieser großen Menge und der Einfuhrprobleme mit dem klassischen Mineralöl, will die Bundesregierung künftig mehr auf Biodiesel setzen. Sie plant, die Anbaufläche für die Energiepflanze Raps bis 2050 auf sechs Millionen Hektar ausdehnen. Mehr als die Hälfte aller Ackerflächen wären in der Zukunft demnach Rapsfelder.

Doch selbst diese Menge an Raps würde nicht ausreichen, um die hohe Nachfrage nach Kraftstoffen auch nur annähernd zu decken. 5,25 Millionen Tonnen Raps könnten auf einer Fläche von sechs Hektar geerntet werden. Daraus entstünden 1,5 Milliarden Liter Biodiesel - gerade einmal 2,5 Prozent des gesamten Kraftstoffmarktes.

(Autorin: Cindy Roitsch)

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