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Windkraftanlage in Egeln/Sachsen-Anhalt, 2003
Paul Langrock / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das arktische Eis schmilzt. Stürme, Überschwemmungen und Dürren nehmen zu. Die Temperaturen steigen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind schon heute überall auf der Welt spürbar. Über die Ursachen dafür sind sich die Forscher des Weltklimarats in ihrem fünften Klimareport, den sie heute in Kopenhagen vorlegen, einig: Die Verbrennung fossiler Energien treibt die Erderwärmung voran.

Auch daran wie das Problems zu lösen wäre, gibt es kaum Zweifel: mit Erneuerbaren Energien. Sie sind, so sagen die Klimawissenschaftler, inzwischen so weit entwickelt, dass sie Schritt für Schritt an die Stelle von Kohle und Öl treten können.

Zu viele Emissionen

Der Weltklimarat besteht aus den weltweit führenden Klimaforschern; sie legen im Abstand von etwa sechs Jahren einen Bericht über den Fortschritt des Klimawandels vor. Diese Klimaberichte sind die wissenschaftliche Basis, auf der die Länder ihre Maßnahmen gegen den Klimawandel konzipieren. An diesem Wochenende veröffentlicht der Rat seinen fünften Bericht, der Ursachen, Folgen und Lösungen des Klimawandels zusammenfasst.

Zu dessen Hauptursachen zählt der Report die Verbrennung fossiler Energien wie Kohle und Öl. Deren Anteil am globalen Energiemix steigt noch immer; zwischen 2000 und 2010 nahmen die Emissionen stärker zu als jemals zuvor. Aber auch die Abholzung von Wäldern und ein Mangel an nachhaltiger Landwirtschaft tragen zu den Problemen bei.

Erneuerbare Energien als Lösung

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Erneuerbaren Energien sind technologisch inzwischen ausgereift. Sie können fossile Kraftwerke mehr und mehr ersetzen. Die Idee einer globalen Wirtschaft, die bis Mitte des Jahrhunderts ohne CO2-Emissionen auskommt, ist keine wilde Utopie mehr, sondern realistisch: Der Kostenverfall bei den Solar- und Windanlage ist so rasant, dass sie schon bald wirtschaftlicher als jedes Kohlekraftwerk sein werden.

Ein konsequenter Umstieg ist zwingend nötig. Nur so kann die Erwärmung der Erde unter zwei Grad und damit in beherrschbaren Grenzen gehalten werden. Aber die Zeit läuft. Laut Klimabericht muss die Welt ihre Energieversorgung innerhalb von wenigen Jahrzehnten umstellen.

Deutschland in der Pflicht

Kein Land kann den Kampf gegen den Klimawandel alleine gewinnen. Stattdessen sind weltumspannende Bemühungen notwendig. Als Industrienation muss Deutschland dabei Verantwortung übernehmen und mit richtungsweisenden Entscheidungen voran gehen. Dazu gehört insbesondere ein schneller Ausstieg aus der Braunkohle.

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn schon in den kommenden Jahren mehrere der besonders schmutzigen Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) legt Anfang Dezember ihr „Aktionsprogramm Klimaschutz“ vor; es bündelt die Klimaschutzanstrengungen der einzelnen Ministerien. Die Erkenntnisse des Weltklimarates müssen sich darin spiegeln.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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