Jetzt spenden
Greenpeace-Kletterer demonstrieren bei Klimaverhandlungen in Berlin, Juli 2011
Mike Schmidt / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass Merkel heute angekündigt hat, Klimaschutz in den UN-Sicherheitsrat einzubringen, kommentiert Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die EU ihre eigenen CO2-Minderungsziele verschärfen muss. Das hat Merkel mit keinem Wort erwähnt.

Greenpeace fordert Angela Merkel auf, zusammen mit ihren EU-Kollegen die CO2-Grenzwerte zu verschärfen. Nur so kann die Kanzlerin ihr selbst gestecktes Ziel erreichen, den Pro-Kopf-Verbrauch von zehn auf zwei Tonnen im Jahr bis 2050 zu senken und den Internationalen Klimaschutz wieder zu beleben.

Heute und morgen findet in Berlin der zweite Petersberger Klimadialog statt. Auf dem Treffen sollen Wege gefunden werden, wie Industrie- und Schwellenländer die dramatisch angestiegenen Treibhausgase bis Ende des Jahrzehnts deutlich mindern können. Es dient als Vorbereitung zur Weltklimakonferenz in Durban, Südafrika, im Dezember dieses Jahres.

Einigung in Europa wäre der erste Schritt Richtung Klimaschutz

Der EU-Umweltrat war erst letzte Woche daran gescheitert, sich auf ein Minderungsziel von 30 Prozent bis 2020 für Europa zu einigen. Das bisherige Ziel von 20 Prozent entspricht bei weitem nicht mehr den Vorgaben des Weltklimarats. Auch große Teile der Wirtschaft sind unzufrieden. Mehr als hundert europäische Unternehmen sehen eine große Chance in einer klimafreundlichen Green Economy und fordern ein 30-prozentiges Klimaschutzziel. Für Europa wäre es ein Motor für Innovation, Arbeitsplätze und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, so Kaiser.

Gemeinsam mit den Schwellenländern China, Indien und Brasilien könnte die EU in Durban mit ehrgeizigeren Klimaschutzzielen eine neue, positive Dynamik einleiten. Die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls ab 2013 müsste dazu zweierlei rechtsverbindlich absichern: Die Minderungen der Industrieländer sowie die Zusagen der großen Atmosphärenverschmutzer wie China und Indien. Denn noch immer weigern sich die USA, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren und stellen sich gegen ein rechtsverbindliches Abkommen.

  • Greenpeace-Kletterer demonstrieren bei Klimaverhandlungen in Berlin, Juli 2011

    Klimakonferenz in Berlin

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie
Energie [R]evolution weltweit! (dt. Zusammenfassung, 2010)

Energie [R]evolution weltweit! (dt. Zusammenfassung, 2010)

Anzahl Seiten: 5

Dateigröße: 259.16 KB

Herunterladen

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/bigtech

Für eine bessere digitale Zukunft

Eine Handvoll Tech-Konzerne kontrolliert unser digitales Leben – mit fatalen Folgen für Demokratie, Privatsphäre und Klima. Wir holen uns das Internet zurück.

Ich bin dabei
Rosa Wolken mit Glitches

Mehr zum Thema

Kajaks, Kanus und Schwimmer:innen im Wasser, auf einem schwimmenden Banner steht: Klimakrise ist Fluchtgrund!

Wenn die Klimakrise zur Flucht zwingt

Klimawandel und Umweltzerstörung sind schon heute oft ein Auslöser für Flucht und Abwanderung. Kürzungen bei der Entwicklungshilfe verschärfen das Problem. Es ist Zeit, zu handeln!

mehr erfahren über Wenn die Klimakrise zur Flucht zwingt
Flut in Günzburg 2.6.24

Extremwetter - Wetterextreme

Überschwemmungen, Stürme und Dürren werden immer schlimmer. Im Sommer 2024 versank Europa mehrfach in sogenannten „Jahrhundertfluten“, die Zahl der Hitzetoten steigt. Die Klimakrise ist längst da.

mehr erfahren über Extremwetter - Wetterextreme
Protest vor dem AWS-Summit

AWS & Co.: Die Macht hinter der Cloud

Wer die Cloud kontrolliert, kontrolliert uns alle. Greenpeace fordert faire Standards für digitale Infrastruktur – für Klima und Demokratie.

mehr erfahren über AWS & Co.: Die Macht hinter der Cloud
Floods in Homa Bay County in Kenya

Riesige Klimaschäden durch Superreiche

Neuer Greenpeace-Report: 0,01 Prozent der reichsten Menschen der Welt erzeugen durch ihre Investitionen Klimaschäden von 1.000 Milliarden US-Dollar. Wie Superreiche die Klimakrise massiv verschärfen.

mehr erfahren über Riesige Klimaschäden durch Superreiche
Hitzewelle in Bordeaux, Frankreich, Sommer 2020: Menschen spazieren im Wasser.

7 Tipps gegen die Hitze

Die Klimakrise ist da, die Sommer werden immer heißer. Vor allem Städte werden im Sommer oft zu glühenden Backöfen. Hier ein paar Tipps, wie unsere Städte und wir besser durch die heißen Tage kommen.

mehr erfahren über 7 Tipps gegen die Hitze
Links: Korallenbleiche, rechts: Die Korallen vor der Bleiche

El Niño und die Klimakrise

Durch die zu erwartende El-Niño-Periode könnten 2026/27 die mit Abstand heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Was das bedeutet.

mehr erfahren über El Niño und die Klimakrise