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Klimaschutz an der Autobahn: Tempolimit-Schild von Greenpeace
Martin Storz / Graffiti / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Nordrhein-Westfalen ist nach Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern das vierte Bundesland, in dem Greenpeace-Aktivisten für den Klimaschutz auf der Straße tätig werden. Sie handeln in sogenannter Geschäftsführung ohne Auftrag für Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, der sich bisher weigert, ein flächendeckendes Tempolimit auf deutschen Autobahnen einzuführen.

Deutschland leistet sich als einziges Industrieland der Welt weiterhin unbeschränkte und CO2-treibende Raserei, kritisiert Specowius. Es ist ein ungeheurer Zynismus, dass Minister Tiefensee ein Tempolimit blockiert. Er verantwortet damit Jahr für Jahr hunderte von zusätzlichen Verkehrstoten, tausende von Verletzten und mehrere Millionen Tonnen Treibhausgase.

Rund 60 Prozent der Deutschen sind für Autobahn-Tempolimit

Ein allgemeines Tempolimit ist die schnellste und günstigste Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen im Verkehrsbereich. Mit seiner Einführung könnten die Kohlendioxid-Emissionen von PKW auf deutschen Autobahnen sofort um neun Prozent reduziert werden. Keine andere direkte Maßnahme hat ein annähernd großes Potential. Rund 60 Prozent der deutschen Bevölkerung sind laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für ein Tempolimit auf Autobahnen.

Den größten Effekt bringt Downsizing

Niedrigere Geschwindigkeiten ermöglichen den Einbau leichterer Motoren, die Sicherheit der Insassen kann mit geringerem Aufwand und Fahrzeuggewicht sichergestellt werden. Ein Tempolimit ist deshalb Grundvoraussetzung und Signal an die Autoindustrie für den Bau sparsamerer Autos. Dieses Downsizing der Fahrzeuge könnte die CO2-Emissionen von PKW in kürzester Zeit halbieren - ein deutlich größerer Effekt als alle zurzeit diskutierten CO2-Grenzwerte für Autos.

Das Konzept des Downsizings finden Sie vernünftig? Greenpeace sammelt zurzeit bundesweit Erklärungen, in denen Sie der Autoindustrie mitteilen, dass Sie so ein Auto bevorzugen und es lieber kaufen würden. Verbraucher erklären mit ihrer Unterschrift, zukünftig nach dem SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) gebaute PKW kaufen zu wollen. Unterschreiben auch Sie!

Ein von Greenpeace nach diesem technologischen Konzept umgebauter serienmäßiger Renault Twingo hat bisher mehr als 80.000 Kilometer bei Testfahrten zurückgelegt. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei drei Liter auf 100 Kilometer und damit um 50 Prozent niedriger als beim Serienauto. Ein unbestreitbarer Vorteil für die Umwelt - und für Ihr Portemonnaie!

Verbraucherratgeber: So retten wir das Klima | PDF 1,8 MB

Verbraucherratgeber: So retten wir das Klima | PDF 1,8 MB

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Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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