Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Dabei unterstützen die Weltbank und die Europäische Entwicklungsbank das Projekt selbst finanziell wie ideell. Knapp vier Milliarden Dollar werden insgesamt in die Erschließung von Ölquellen im Süden des Tschad und den Bau der über 1000 Kilometer langen Transportpipeline an die Küste Kameruns gesteckt. Neben ExxonMobil, das 40 Prozent an dem Konsortium hält, sind die malaysische Petronas mit 35 Prozent und ChevronTexaco mit 25 Prozent beteiligt. Noch im Sommer 2003 soll das erste Öl fließen.

Für die Erschließung der Ölfelder wurden bislang schon Bauern von ihrem Land vertrieben, die Wasserversorgung der verbliebenen Landwirte und Fischer entlang der Flüsse ist bedroht. In Kamerun führt die Pipeline parallel zu den großen Flüssen durch Urwald, der noch Lebensraum von Waldvölkern wie den Pygmäen ist.

Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Projekt seit langem. Amnesty International stellte massive Menschenrechtsverletzungen fest, im Tschad verschwanden Kritiker des Projekts spurlos. Der erste Bonus der Ölkonzerne von 4,5 Millionen Dollar wurde von der Regierung umgehend in Waffen angelegt. Kamerun gilt als eines der korruptesten Länder der Welt. Es ist entsprechend unwahrscheinlich, dass tatsächlich drei Viertel der Einnahmen des Landes wie vorgesehen in Gesundheitswesen, Bildung und Umweltschutz reinvestiert werden.

Mehr zum Thema

Messballon zur Beobachtung des Ozonlochs am nördlichen Polarkreis, Juni 1988

Ursache und Wirkung des Ozonlochs

  • 01.12.2022

Das Ozonloch beschäftigt Wissenschaftler:innen seit Jahrzehnten. Wir erklären, worum es sich dabei handelt und betrachten seinen aktuellen Zustand.

mehr erfahren
Aktion zur COP27,

Interview zur Klimakonferenz COP 27

  • 20.11.2022

Die 27. UN-Klimakonferenz ist zu Ende gegangen - mit enttäuschendem Ergebnis: Zwar gibt es nun einen Fonds für Klimafolgeschäden für arme Länder. Aber keinen Ausstieg aus allen fossilen Energien.

mehr erfahren
Lisa Göldner auf der Cop27

Cop27-Klimaschutzkonferenz: Zwischenbilanz

  • 14.11.2022

Halbzeit bei der Weltklimakonferenz in Sharm El Sheikh: Nach einer Woche UN-Klimakonferenz sieht Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner erste Fortschritte. Aber die wahren Aufgaben kommen erst noch.

mehr erfahren
Braunkohlekraftwerk Niederaussem im Rheinischen Braunkohlerevier

Verursacht der Mensch die Erderwärmung?

  • 07.10.2022

Wenn im Laufe der Erdgeschichte das Klima schwankte, dauerte dies Jahrtausende. Tiere und Pflanzen hatten Zeit, sich anzupassen. Der jetzige Klimawandel passiert viel schneller.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Arktis bald ohne Eis?

  • 26.09.2022

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der diesjährige Tiefstand: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren
Aktion zu Taxononomie vor der Europäische Kommission in Brussels

EU-Taxonomie-Klage

  • 19.09.2022

Gas und Atomkraft sind nicht nachhaltig. Deswegen klagt Greenpeace jetzt gegen die EU-Taxonomie, die Investitionen in Gas- und Atomenergie als „grün“ labelt. Denn das verstößt gegen EU-Recht.

mehr erfahren