Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Kurze Zeit hatte es so ausgesehen, als würde New Orleans das Schlimmste erspart bleiben: Der Hurrikan Katrina drehte leicht nach Osten ab und schwächte sich ab. Doch die Erleichterung währte nicht lange. Der Wirbelsturm drückte gewaltige Wassermassen in die Mündung des Mississippi, ein Damm brach. Die tief gelegene Stadt wurde fast vollständig überflutet. Mit Booten und Hubschraubern bergen Katastrophenhelfer Menschen von den Dächern. Im Wasser treiben Tote.

Die Stadt wird auf Monate hinaus nicht mehr bewohnbar sein. Die Infrastruktur der Südstaatenmetropole ist nahezu zerstört, die öffentliche Ordnung zusammengebrochen. Angst und Sorge führen zu Hamstereien. Hunderte Kriminelle nutzen die Situation, um zu plündern. Im Superdome, dem Footballstadion, sollen mittlerweile mehr als 30.000 Menschen wie in einer Falle sitzen - ohne Strom, ohne Trinkwasser, ohne ausreichend Nahrungsmittel. Die sanitären Verhältnisse sind katastrophal, die Temperatur sinkt auch nachts nicht unter 30 Grad.

Im Bundesstaat Mississippi hat der Hurrikan Medienberichten zufolge einen 100 Kilometer langen Küstenstreifen vollkommen verwüstet. In dieser Küstenregion sollen 90 Prozent der Häuser zerstört sein. Unter den Trümmern werden Hunderte Tote befürchtet. Direkt am Mississippi liegen zudem Tanklager und Raffinerien, die überflutet worden sind. Es besteht die Gefahr, dass Öl ausgetreten ist und das Wasser verseucht hat.

Im Golf von Mexiko hat der Sturm mehrere Ölbohrinseln losgerissen und kilometerweit abgetrieben. Zwei Bohrinseln werden vermisst, eine weitere ist wahrscheinlich gesunken. Die Ölförderung ist zu 95 Prozent zum Erliegen gekommen.

Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace, nennt es eine Ironie der Geschichte, dass das Herz der amerikanischen Ölindustrie vom Hurrikan Katrina getroffen wurde - der Ölindustrie, die wesentlich zur Klimaerwärmung beiträgt und die den Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und der Klimaerwärmung noch immer leugnet. Die Natur schlägt zurück.

Hurrikans sind allein noch kein Beweis für die Klimaerwärmung. Doch da die Heftigkeit eines Wirbelsturms mit steigender Wassertemperatur zunimmt und insgesamt ein Trend zu immer heftigeren Wirbelstürmen erkennbar ist, liegt der Zusammenhang nahe.

Smid weist darauf hin, dass das Wasser der Karibik im Moment mit über 30 Grad ungewöhnlich warm ist. Das ist Folge der Klimaerwärmung. Und genau daher hat der Hurrikan Katrina seine Kraft getankt. Eins ist klar. Das wird in diesem Jahr nicht der letzte Hurrikan gewesen sein.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

Unterstützen Sie die Klage gegen VW

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland

Koalitionsbeschluss: Interview mit Martin Kaiser

  • 29.03.2023

Gestern verkündete die Ampel die Ergebnisse ihres Koalitionsausschusses. Mit verheerenden Beschlüssen zum Klimaschutz. Greenpeace-Chef Martin Kaiser im Interview.

mehr erfahren
Windräder vor Sonnenuntergang

Was ist der Treibhauseffekt?

  • 27.03.2023

Licht ist die Quelle allen Seins auf unserem Planeten. Dass es auf der Erde ein Klima gibt, in dem Menschen, Tiere und Pflanzen leben können, hängt mit unserer Erdatmosphäre zusammen.

mehr erfahren
Drought in Northern Italy

IPCC - Sachstandsbericht 6

  • 20.03.2023

Der neue Klimabericht der UN, der sogenannte IPCC-Bericht, liegt vor. Und wieder warnen die Wissenschaftler deutlicher als je zuvor vor den Folgen der Klimakrise.

mehr erfahren
Podium der 21. Klimaschutzkonferenz in Paris 2015

Klimakonferenz

  • 20.03.2023

Schon in den siebziger Jahren erkannten Forscher: Der Klimawandel wird eine ernste, weltweite Bedrohung für Mensch und Natur. Daher wurde 1979 die erste Klimakonferenz in Genf einberufen.

mehr erfahren
Rhein bei Duisburg Bruckhausen, Thyssenkrupp Steel Stahlwerk, Hochöfen, Sinteranlage, Kokerei Schwelgern, Ablöschwolke, Frachtschiffe

Unvermeidbare Restemissionen

  • 13.03.2023

Sogenannte “unvermeidbare Restemissionen” sollen in CO2-Speichern unter dem Meer verpresst werden. Doch wie viele sind wirklich unvermeidbar? Gibt es Alternativen? Fakten zur aktuellen CCS-Debatte.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Eisschwund in Arktis und Antarktis

  • 10.02.2023

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der Tiefstand 2022: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren