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Greenpeacer in Köln twittern Klimaschutz-Nachrichten von Passanten zur Twitterwall, Dezember 2009
Bernd Arnold / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Mit den 140 Zeichen einer Twitter-Nachricht kann man seine Forderungen an die Politik auf den Punkt bringen: Frau Merkel, retten Sie das Klima! Setzen Sie sich für konkrete Ziele in Kopenhagen ein; der CO2-Ausstoß muss bis 2050 auf Null!, sagt Julian Jaedicke aus der Greenpeace-Gruppe Marburg.

Der Klima-Aktionstag zwei Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen wird die erste große Aktion, die über die Kampagnen-Community Greenaction initiiert und auf die Straße gebracht wird. Bundesweit werden nicht nur über 800 Ehrenamtliche von Greenpeace im Alter von 10 bis 75 Jahren für mehr Engagement im internationalen Klimaschutz demonstrieren. Es werden sich auch viele andere Menschen beteiligen.

Kurz vor Kopenhagen muss Merkel endlich eine Führungsrolle einnehmen und die EU auf Klimaschutzkurs bringen, sagt Greenpeace-Klimaexpertin Anike Peters. Bislang ist die EU zu einer CO2-Reduktion von 20 Prozent bereit - im Vergleich zu 1990. Um den fortschreitenden Klimawandel zu stoppen, müssen die Industrieländer jedoch nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent reduzieren.

Neben der Twitterwall gibt es am Internationalen Tag des Ehrenamtes noch eine Mahnwache. Berliner Greenpeace-Aktivisten protestieren damit bis zum Start der UN-Konferenz am kommenden Montag auf dem Pariser Platz. Eine etwa vier Meter hohe Eisbär-Skulptur aus Eis mahnt vor den Folgen der globalen Erderwärmung und zeigt auf, wie wichtig die Klimakonferenz in Kopenhagen ist.

Die Greenpeacer fordern, dass die Industrienationen - als Hauptverursacher des Klimawandels - zur Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern jährlich 110 Milliarden Euro investieren. Davon muss Angela Merkel davon sieben Milliarden Euro bereitstellen.

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