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Mit der Einrichtung von Tempolimit-Strecken übernimmt Greenpeace eine Aufgabe, der sich die verantwortlichen Politiker seit Jahren verweigern, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck. Eine verbindliche Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen ist ein erster wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz und Sicherheit im Verkehrssektor.

Auf den 12.000 Kilometern Autobahn werden rund ein Drittel aller PKW-Kilometer gefahren und 53 Prozent der Strecken haben keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein Tempolimit von 120 km/h würde den CO2-Ausstoß von PKW auf Autobahnen um mindestens neun Prozent verringern.

Die dadurch eingesparten 3,3 Millionen Tonnen CO2 entsprechen dem Jahresausstoß eines Steinkohlekraftwerks. Innerhalb des Verkehrssektors gibt es keine andere Maßnahme, die so einfach und schnell einen so großen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, erläutert Lohbeck.

Doch beim Tempolimit geht es um mehr als den unmittelbaren Einspareffekt. Es ist Voraussetzung und Signal an die Autoindustrie für den Bau sparsamerer Autos. Niedrigere Geschwindigkeiten ermöglichen den Einbau leichterer Motoren, die Sicherheit der Insassen kann mit geringerem Aufwand und Fahrzeuggewicht sichergestellt werden.

Dieses sogenannte Downsizing der Fahrzeuge könnte die CO2-Emissionen von PKW in kürzester Zeit halbieren - ein deutlich größerer Effekt als alle zurzeit diskutierten CO2-Grenzwerte für Autos. Geschwindigkeitsbeschränkungen sind also kein Hindernis, sondern eine Voraussetzung für die weitere Konkurrenzfähigkeit der deutschen Autoindustrie.

Obwohl laut einer aktuellen Umfrage 60 Prozent der Deutschen für Tempolimits auf Autobahnen sind, spricht sich Verkehrsminister Tiefensee (SPD) weiter vehement gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung aus. Es ist ein ungeheurer Zynismus, dass die verantwortlichen Politiker ein Tempolimit seit Jahren blockieren, sagt Wolfgang Lohbeck. Sie verantworten Jahr für Jahr Hunderte von zusätzlichen Verkehrstoten, Tausende von Verletzten und mehrere Millionen Tonnen Treibhausgase.

Und wer noch mehr für das Klima machen möchte, fordert von der Autoindustrie den Einsatz der von Greenpeace entwickelten SmILE-Technologie. Im Grunde eine konsequente Weiterentwicklung der Turbomotoren aus den späten 70er Jahren, ist der SmILE - Small, Intelligent, Light, Efficient - immer noch Weltmeister im Spritsparen.

Mit einem Benzinverbrauch von nur 3,3 Litern im offiziellen Messverfahren und rund zweieinhalb Litern auf der Straße steht das von Greenpeace entwickelte Serienauto immer noch unangefochten an der Spitze der mobilen Klimaschützer.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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