Skip to main content
Jetzt spenden
Große Elbstraße im Wasser

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Sturmflut an der Nordseeküste ist für sich genommen kein Beweis für den Klimawandel, sagt Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace. Schwere Sturmfluten hat es hier immer gegeben. Die Statistiken sagen mir nicht, ob sie häufiger vorkommen als früher. Weil solche Ereignisse relativ selten sind, lässt sich kein Muster erkennen.

Einen Grund zur Entwarnung sieht Smid trotzdem nicht. Der Klimawandel, sagt er, habe bereits zu deutlichen Veränderungen geführt. Der Wind bläst stärker, der Meeresspiegel ist in den letzten 100 Jahren bereits 10 bis 20 Zentimeter gestiegen und steigt weiter, Hochwasser werden häufiger.

Wie gefährlich ein Sturm ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen von Windrichtung und Windstärke. Zum anderen aber auch davon, wie konstant der Wind weht. Ein konstanter Winddruck ist gefährlicher als ein Sturm, der sein Spitzentempo vor allem in Böen erreicht.

{image_r}Im ungünstigsten Fall - schwerer Sturm aus Nordwest mit konstanter Stärke - kann es an der Elbe zu einer verheerenden Sturmflut kommen. Auch in Hamburg, wo seit der Flutkatastrophe von 1962 für 500 Millionen Euro die Deiche verstärkt und erhöht worden sind. Besonders gefährdet ist unter anderem Bremen. Dort sind schützende Maßnahmen wegen Geldmangels ausgeblieben. Die Deiche sind zum Teil sehr schwach.

In Dänemark hat das Sturmtief Anatol im Dezember 1999 die Wassermassen um zwei Meter über die Spitzenwasserstände getrieben, das heißt über Sturmflutniveau. Wenn ein solcher Sturm auf die Deutsche Bucht treffen würde, hieße es auch in vielen Teilen Norddeutschlands Land unter, sagt Smid.

Ende der Gallerie
Hintergrund Klima

Hintergrund Klima

13 | DIN A4

2.22 MB

Herunterladen

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

Unterstützen Sie die Klage gegen VW

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland

Koalitionsbeschluss: Interview mit Martin Kaiser

  • 29.03.2023

Gestern verkündete die Ampel die Ergebnisse ihres Koalitionsausschusses. Mit verheerenden Beschlüssen zum Klimaschutz. Greenpeace-Chef Martin Kaiser im Interview.

mehr erfahren
Windräder vor Sonnenuntergang

Was ist der Treibhauseffekt?

  • 27.03.2023

Licht ist die Quelle allen Seins auf unserem Planeten. Dass es auf der Erde ein Klima gibt, in dem Menschen, Tiere und Pflanzen leben können, hängt mit unserer Erdatmosphäre zusammen.

mehr erfahren
Drought in Northern Italy

IPCC - Sachstandsbericht 6

  • 20.03.2023

Der neue Klimabericht der UN, der sogenannte IPCC-Bericht, liegt vor. Und wieder warnen die Wissenschaftler deutlicher als je zuvor vor den Folgen der Klimakrise.

mehr erfahren
Podium der 21. Klimaschutzkonferenz in Paris 2015

Klimakonferenz

  • 20.03.2023

Schon in den siebziger Jahren erkannten Forscher: Der Klimawandel wird eine ernste, weltweite Bedrohung für Mensch und Natur. Daher wurde 1979 die erste Klimakonferenz in Genf einberufen.

mehr erfahren
Rhein bei Duisburg Bruckhausen, Thyssenkrupp Steel Stahlwerk, Hochöfen, Sinteranlage, Kokerei Schwelgern, Ablöschwolke, Frachtschiffe

Unvermeidbare Restemissionen

  • 13.03.2023

Sogenannte “unvermeidbare Restemissionen” sollen in CO2-Speichern unter dem Meer verpresst werden. Doch wie viele sind wirklich unvermeidbar? Gibt es Alternativen? Fakten zur aktuellen CCS-Debatte.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Eisschwund in Arktis und Antarktis

  • 10.02.2023

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der Tiefstand 2022: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren