Jetzt spenden
SolarChill in Kenia
Thomas Einberger / Argum / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

In vielen Entwicklungsländern bestimmen Armut, eine schlecht entwickelte Infrastruktur und mangelnde Hygiene den Alltag der Menschen. Krankheiten breiten sich rasant aus, Medikamente sind Mangelware. Oft liegen diese Länder in tropischen Regionen, wo große Wärme und Luftfeuchtigkeit das Verderben von Lebensmitteln und Medikamenten noch beschleunigen. Für Kühlgeräte fehlt das Geld und häufig auch ein Stromanschluss.

Derzeit verderben in großen Teilen der Welt jedes Jahr Impfstoffe im Wert von vielen Millionen Euro. Die Folge: Immer wieder sterben Menschen nur deshalb, weil es für die rettenden Medikamente keine Kühlung gibt. Um diesen unhaltbaren Zustand zu ändern, haben sich 1998 Greenpeace, Experten der Vereinten Nationen und dänische Kältetechniker zusammengetan, um „SolarChill“ zu entwickeln.

Der solarbetriebene Kühlschrank soll gleichzeitig Menschen Zugang zu gekühlten Impfstoffen und Medikamenten bieten, gas- und batteriebetriebene Geräte ersetzen und die Umwelt schützen. „SolarChill“ kommt ohne die klimaschädlichen Substanzen FCKW und FKW aus. Er braucht nichts als Sonnenstrahlen, stößt kein CO2 aus und verbraucht keine begrenzt vorhandenen Ressourcen. Für Regionen, die komplett vom Stromnetz abgeschnitten sind, kann der „SolarChill“ so zum wichtigen Baustein des Fortschritts werden.

{image}„Der Kühlschrank beweist ein weiteres Mal, dass umweltfreundliche Technik und ökonomische Entwicklungen sich nicht ausschließen, sondern sich auch gegenseitig unterstützten können“, sagt Wolfgang Lohbeck, Sprecher von Greenpeace. „Die Zulassung ist ein Meilenstein. Eine umweltfreundliche Lösung, die hilft Menschenleben zu retten, tritt nun ihren Siegeszug an.“

Die Weltbank wird nun, nach der Zulassung, die bewilligten Gelder zur Produktion des Kühlschranks freigeben. Zweieinhalb Millionen US-Dollar werden dadurch in die Weiterentwicklung und Verbreitung von „SolarChill“ in Entwicklungsländern investiert. „Die Zulassung von SolarChill war erst der Anfang. Projekte in aller Welt werden helfen, tausende Menschenleben zu retten“, erklärt Lohbeck.

Bereits 1993 hatte Greenpeace mit „Greenfreeze“ einen großen Erfolg auf den Markt. 400 Millionen Mal wurde er weltweit verkauft und hat dem Klima damit bisher eine Belastung von rund vierhundert Millionen Tonnen CO2 erspart.

  • Installation eines Solar-Chill-Kühlschranks und der Fotovoltaikanlage in der Krankenstation Muhuru Bay, Kenia, im September 2009

    SolarChill in Kenia

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/bigtech

Für eine bessere digitale Zukunft

Eine Handvoll Tech-Konzerne kontrolliert unser digitales Leben – mit fatalen Folgen für Demokratie, Privatsphäre und Klima. Wir holen uns das Internet zurück.

Ich bin dabei
Rosa Wolken mit Glitches

Mehr zum Thema

Hand auf Tastatur

Die Macht hinter der Cloud

Wer die Cloud kontrolliert, kontrolliert uns alle. Greenpeace fordert faire Standards für digitale Infrastruktur – für Klima und Demokratie.

mehr erfahren über Die Macht hinter der Cloud
Klimaland Bavaria 2040 - Keep the word- Protest Munich

Klimaziel Bayern in Gefahr

Große Klappe, nix dahinter: Söder und Aiwanger wollen nicht mehr, dass Bayern bis 2040 klimaneutral wird. Ein entsprechendes Gesetz wird eingebracht. Greenpeace appelliert, dem nicht zuzustimmen.

mehr erfahren über Klimaziel Bayern in Gefahr
Protest on Crane Calling for Energy Independence at Chancellery in Berlin

Klimaschutz geht anders

Am 25. März entschied das Kabinett über das Klimaschutzprogramm, das dem - schwachen - Klimaschutzgesetz einen Hauch von Leben geben soll. Für echten Klimaschutz müsste mehr getan werden.

mehr erfahren über Klimaschutz geht anders
Vor dem Bundesverfassungsgericht präsentieren mehrere Kläger:innen Klimaschutz-Banner und die Zahl der Zukunftskläger:innen: 54.000

Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage

Greenpeace und Germanwatch haben gemeinsam mit über 54.000 Mitkläger:innen Klima-Verfassungsbeschwerden eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und lehnt die Klimaklagen ab.

mehr erfahren über Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage
Gletscherschmelze: der Gurgler 1932 - 2025

Gletscherschmelze: Berge ohne Eis

Erschreckend: Ausgerechnet zum Welttag der Gletscher am 21. März verliert Deutschland nach 60 Jahren sein einziges Gletscher-Skigebiet. Eine Folge der Erderhitzung.

mehr erfahren über Gletscherschmelze: Berge ohne Eis
Klimaland Bavaria 2040 - Keep the word- Protest Munich

Bayern schafft den Klimabericht ab

Rückschlag! Der jährliche Klimabericht belegt das Scheitern der Regierung Söder in der Klimapolitik. Deswegen schafft ihn die CSU jetzt ab.

mehr erfahren über Bayern schafft den Klimabericht ab