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64 Meter über dem Bosporus fordern Aktivisten per Banner, das Klima zu schützen, April 2009
Serendar Celik / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Frieden im Nahen Osten kann es nur geben, wenn die Staaten der Welt jetzt ernsthaft in den Klimaschutz investieren. Davon sind nicht nur die türkischen Greenpeace-Kollegen überzeugt. Zu den Hauptgründen für die Instabilität der Region gehören Konflikte um Öl. Ein weiterer Grund ist Wasserknappheit. Sie führt schon jetzt zu Spannungen zwischen Israel, Jordanien, Palästina, Syrien und Libanon. Ölverbrennung und Wasserknappheit - zwei Dinge, die zusammengehören. Die eine heizt den Klimawandel an, die andere folgt daraus. Zusammen könnten sie einen tödlichen Tribut fordern.

Dass Krieg um Wasser kein Hirngespinst ist, bekräftigt auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im UN-Wasserreport Wasser in einer Welt im Wandel: Allzu oft suchen wir nach Wasser und finden stattdessen Gewehre ... In einer labilen Region wie dem Nahen Osten ist diese Gefahr besonders groß.

Wenn wir einen dauerhaften Frieden in der Region wollen, müssen wir dieses Jahr unbedingt für den Klimaschutz nutzen. Präsident Obama kann und muss darin die Führung übernehmen, so Korol Diker, Klima- und Energieexperte im Mittelmeerbüro von Greenpeace. 2009 sei entscheidend und der UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen die Deadline.

Auch in der tschechischen Hauptstadt Prag hatten Greenpeace-Aktivisten den Besuch des US-Präsidenten genutzt. Sie entrollten am Sonntag ein riesiges Banner an einer Brücke gegenüber dem Tagungsgebäude: Bail out the climate (Helft dem Klima aus der Klemme). Während Barack Obama vor tausenden Menschen sprach, forderte Greenpeace ihn mit einem weiteren Banner auf, beim Klimaschutz in Führung zu gehen.

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