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Armut, eine unterentwickelte Infrastruktur, Unterernährung und Krankheiten ... die Liste der Probleme in den Entwicklungsländern ist lang. In der Regel liegen diese Länder in den heißeren Regionen der Erde. Eine zuverlässige Versorgung mit elektrischem Strom gibt es kaum. Eine der Folgen ist, dass Medikamente, Impfstoffe und Lebensmittel derzeit überwiegend in kerosin- oder propanbetriebenen Geräten gekühlt werden.

Kerosinkühlgeräte verbrauchen rund einen Liter Treibstoff am Tag und müssen daher regelmäßig aufgetankt werden. Sie qualmen und geraten gelegentlich sogar in Brand. Und oftmals halten sie die notwendige Kühltemperatur für Impfstoffe nicht konstant ein. Hinzu kommt, dass die Verbrennung von Kerosin klimaschädlich ist. Die schätzungsweise 100.000 Kerosingeräte, die weltweit zur Kühlung von Impfstoffen in Betrieb sind, stoßen jährlich etwa 73.000 bis 91.000 Tonnen CO2 aus.

Die zurzeit auf dem Markt angebotenen Solargeräte halten die erforderliche Temperatur zwar zuverlässiger. Sie werden aber mit Batterien betrieben, die nicht nur teuer, sondern aufgrund ihres Bleigehalts auch giftig sind. Weltweit sind etwa 6.000 solcher Geräte in Betrieb. Sie kosten 3.500 bis 4.500 US-Dollar.

Es war reiner Zufall, dass in verschiedenen Teilen der Welt gleichzeitig über das Problem der Kühlung und mögliche Lösungen nachgedacht wurde. Im Mai 2001 kam es zu einem ersten Treffen. Die vereinte Expertise von Umweltschützern und Kältetechnikern, Entwicklungshilfe- und Gesundheitsexperten hat SolarChill dann möglich gemacht. Die ersten Prototypen wurden 2002 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg vorgestellt.

Eine zweite Generation von Geräten wird seit 2004 im Senegal, in Indonesien und Kuba getestet. Weitere Feldtests folgen noch 2005. Sobald die Testphase erfolgreich abgeschlossen ist, soll die neue umweltfreundliche Technologie Herstellern in aller Welt frei zur Verfügung gestellt werden. Die Geräte sollen dann etwa 1.500 US-Dollar kosten - bis zu zwei Drittel weniger als die jetzt angebotenen. Und sie sind hundertprozentig umweltfreundlich.

Weitere Informationen finden Sie auf der gemeinsamen Internetseite der Projektpartner. Den Link finden Sie unten auf dieser Seite.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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