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Worum geht's? Vor 16 Jahren vereinbarte die Welt, etwas zu unternehmen, um den gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Weit sind sie nicht gekommen. Seit damals sind die globalen Treibhausgasemissionen um 25 Prozent angestiegen. Das Thermometer ist um 0,7 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit geklettert.

Mit den Temperaturen steigen auch die Auswirkungen des Klimawandels - schmelzende Gletscher, Dürren, Überflutungen, steigender Meeresspiegel. Falsche Richtung, Leute, findet Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne. Und mit ihr weitere internationale Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten. Weshalb sie alle gemeinsam am Dienstag im Pyjama ihren Weckruf gestartet haben.

Der Klimawandel ist bereits da. Wir rasen in eine Katastrophe, wenn bei solchen Verhandlungen wie hier in Bonn nicht schnellstmöglich die Bremse gezogen wird, sagt von Goerne. Es sind nur noch 18 Monate, bis ein Anschlussprotokoll stehen muss. Statt Klimaschutzzielen kommen allerdings Déja-vu Themen wie etwa die Anerkennung der Atomkraft als Klimaschutzoption auf den Tisch.

{image}Greenpeace hat bereits vor über zehn Jahren gezeigt, dass die Risikotechnik Atomkraft keine Lösung ist und dass man das Klimagas Kohlendioxid nicht für ewig in Wäldern speichern kann. Es ist auch nicht in Ordnung, Klimaziele nicht zu erreichen und dann zu versprechen, dies irgendwann nachzuholen. Doch all das ist in Bonn wieder auf den Tisch gekommen.

Glücklicherweise gibt es eine Menge von Entwicklungsländern, die wirklich Änderungen zum Besseren, nämlich ein erfolgreiches Klimaprotokoll 2009 in Kopenhagen wollen. Es liegen Vorschläge vor, wie Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und saubere, nachhaltige Energietechnologien für Entwicklungsländer bereitgestellt werden könnten.

Die üblichen Verdächtigen - Kanada, Japan, Australien, USA und Saudi-Arabien - bremsen die Verhandlungen wieder einmal aus. Für diese Spielchen ist jedoch keine Zeit mehr. Es ist fünf vor zwölf. Hört ihr nicht den Wecker rasseln?

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