Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Unilever Ice Cream wird ab 2005 nur noch FKW-freie Eistruhen kaufen und hat im laufenden Jahr 14.000 Einheiten ersetzt. Coca-Cola wird innerhalb der nächsten zwei Jahre Millionen Getränkeautomaten weltweit auf natürliche Kältemittel umstellen. McDonald's wird nach und nach die 30.000 Restaurants von der Kühlung der Lebensmittel bis hin zur Klimaanlage umrüsten.

Der Entschluss der großen Unternehmen, am Dienstag in Brüssel auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gegeben, ist von weit reichender Bedeutung. FKW tragen pro Gewichtseinheit etwa dreitausendfach mehr zum Treibhauseffekt bei als Kohlendioxid. Wird der Einsatz nicht gestoppt, so wird allein die FKW-haltige Kältetechnik dem Klima bald ebenso einheizen wie der gesamte Autoverkehr weltweit.

Gerd Leipold, Geschäftsführer von Greenpeace International, begrüßte die Ankündigung der Konzerne: Das Eis ist gebrochen, sagte er in Brüssel. Jetzt rufen wir die Konkurrenten wie Pepsi, Nestlé oder Burger King auf, sich diesem Schritt anzuschließen. Aber auch die Regierungen müssen handeln. Sie müssen ihre Arbeit ernst nehmen und FKW verbieten.

Die Kampagne

Die Geschichte der Greenpeace-Kampagne gegen die drei Konzerne begann 1992 im Vorfeld der Olympischen Spiele 2000 in Sydney. Beim ausgelobten Architekturwettbewerb für das erste grüne olympische Dorf reichte auch Greenpeace ein Konzept ein - und kam unter die ersten 5 von 100. Zu den Schwerpunkten der Greenpeace-Umweltrichtlinien gehörte der Verzicht auf Substanzen, die Ozonschicht oder Klima schädigen.

Einer der größten Sponsoren der Spiele von Sydney war das Unternehmen Coca-Cola - nicht gerade als grün bekannt. Der Coke-Produzent, aber nicht nur er, heizte das Klima auf: FKW aus Millionen Getränkeautomaten, Eistruhen, Klimaanlagen speisten den Treibhauseffekt. So kam es zur Greenpeace-Kampagne gegen die Konzerne Coca-Cola, Unilever Ice Cream und McDonald's.

Es war die erste Greenpeace-Kampagne, die hauptsächlich über das Internet lief. Cold drinks, hot planet hieß es damals auf der CokeSpotlight-Seite. Der kleine Flashfilm von der Eisbärfamilie auf einer gefährlich schrumpfenden Eisscholle machte Greenpeace-Internetgeschichte. Tausende Menschen informierten sich auf der Seite und schickten E-Mails an Coca-Cola mit der Forderung, auf klimafreundliche Kühlmittel auszuweichen.

Greenpeace selbst brachte 1993 in Zusammenarbeit mit der ostdeutschen Firma Foron den ersten vollständig FCKW- und FKW-freien Kühlschrank heraus, den Greenfreeze. Greenfreeze wurde ein Welterfolg. Inzwischen stehen in Europa, China, Japan, Südamerika und Australien zwischen 120 und 150 Millionen Greenfreeze-Kühlschränke.

Ende der Gallerie

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/protestmail-gaskosten-falle

Raus aus der Gaskosten-Falle

Schluss mit der Gasabhängigkeit! Ein abgeschwächtes Heizungsgesetz ruiniert unsere Klimaziele und treibt Verbraucher:innen in eine Kostenfalle. Das müssen wir verhindern! Appellieren Sie jetzt an Ihre Abgeordneten von CDU/CSU und SPD, damit sie eine sozial-gerechte Wärmewende verteidigen!

Protestmail senden
Protest at DWS Building in Frankfurt

Mehr zum Thema

Protest on Crane Calling for Energy Independence at Chancellery in Berlin

Klimaschutz geht anders

Am 25. März entschied das Kabinett über das Klimaschutzprogramm, das dem - schwachen - Klimaschutzgesetz einen Hauch von Leben geben soll. Für echten Klimaschutz müsste mehr getan werden.

mehr erfahren über Klimaschutz geht anders
Vor dem Bundesverfassungsgericht präsentieren mehrere Kläger:innen Klimaschutz-Banner und die Zahl der Zukunftskläger:innen: 54.000

Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage

Greenpeace und Germanwatch haben gemeinsam mit über 54.000 Mitkläger:innen Klima-Verfassungsbeschwerden eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und lehnt die Klimaklagen ab.

mehr erfahren über Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage
Gletscherschmelze: der Gurgler 1932 - 2025

Gletscherschmelze: Berge ohne Eis

Erschreckend: Ausgerechnet zum Welttag der Gletscher am 21. März verliert Deutschland nach 60 Jahren sein einziges Gletscher-Skigebiet. Eine Folge der Erderhitzung.

mehr erfahren über Gletscherschmelze: Berge ohne Eis
Klimaland Bavaria 2040 - Keep the word- Protest Munich

Bayern schafft den Klimabericht ab

Rückschlag! Der jährliche Klimabericht belegt das Scheitern der Regierung Söder in der Klimapolitik. Deswegen schafft ihn die CSU jetzt ab.

mehr erfahren über Bayern schafft den Klimabericht ab
Korallen im Seringapatam-Riff, Australien

Die Erwärmung der Meere

Die Ozeane haben bislang etwa 80 Prozent der Wärme aufgenommen, die wir dem Klimasystem zugeführt haben. Die Erwärmung reicht bis in eine Tiefe von 3.000 Metern. Das bringt die Meere aus dem Takt.

mehr erfahren über Die Erwärmung der Meere
Portrait of Sarah Zitterbarth

„Für Europa kann das ein Katalysator sein“

Per Dekret ordnet US-Präsident Donald Trump den Austritt der USA aus einer Reihe internationaler Abkommen an. Was bedeutet das für Klimaschutz weltweit? Ein Interview mit Greenpeace Klimaexpertin Sarah Zitterbarth.

mehr erfahren über „Für Europa kann das ein Katalysator sein“