Skip to main content
Jetzt spenden
Leben und Arbeit in Entwicklungsländern
UNICEF WHO UN

Preis für neue umweltfreundliche Kühltechnologie

Unterernährung, Krankheiten, eine schlechte Infrastruktur, brütende Hitze, keine oder kaum Elektrizität - viele der ärmsten Länder der Welt liegen in den heißen Klimazonen. Und gerade dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden, verderben Impfstoffe und Lebensmittel innerhalb kürzester Zeit.

Bislang werden Impfstoffe überwiegend mit Kerosingeräten gekühlt. Schätzungsweise 100.000 solcher Geräte sind weltweit in Betrieb. Sie verbrauchen rund einen Liter Treibstoff pro Tag und stoßen jährlich bis zu rund 91.000 Tonnen Kohlendioxid aus. Zudem halten sie die erforderliche Kühltemperatur für Impfstoffe nicht konstant ein.

SolarChill kann Abhilfe schaffen. An der Entwicklung des Projektes waren Umweltschützer und Kältetechniker, Entwicklungshilfe- und Gesundheitsexperten beteiligt. Begonnen hat es 2001 mit einem Treffen von Greenpeacern, Experten der Vereinten Nationen und Kältetechnikern des Dänischen Technologischen Instituts. Mittlerweile hat sich der Kreis der Förderer erweitert. Der Grundgedanke ist, dass gerade den Ländern in den heißen Regionen der Welt eines stets reichlich zur Verfügung steht: Sonne.

Nach einer ausgedehnten Testphase ist das Kühlsystem für Impfstoffe mittlerweile reif für die Serienproduktion. Sobald WHO und UNICEF bestätigt haben, dass alle Standards erfüllt sind, wird die Technik freigegeben. Sie gehört dann der Weltgemeinschaft. Jedes Land darf sie nach Bedarf herstellen und nutzen.

Mehr zum Thema

Messballon zur Beobachtung des Ozonlochs am nördlichen Polarkreis, Juni 1988

Ursache und Wirkung des Ozonlochs

  • 01.12.2022

Das Ozonloch beschäftigt Wissenschaftler:innen seit Jahrzehnten. Wir erklären, worum es sich dabei handelt und betrachten seinen aktuellen Zustand.

mehr erfahren
Aktion zur COP27,

Interview zur Klimakonferenz COP 27

  • 20.11.2022

Die 27. UN-Klimakonferenz ist zu Ende gegangen - mit enttäuschendem Ergebnis: Zwar gibt es nun einen Fonds für Klimafolgeschäden für arme Länder. Aber keinen Ausstieg aus allen fossilen Energien.

mehr erfahren
Lisa Göldner auf der Cop27

Cop27-Klimaschutzkonferenz: Zwischenbilanz

  • 14.11.2022

Halbzeit bei der Weltklimakonferenz in Sharm El Sheikh: Nach einer Woche UN-Klimakonferenz sieht Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner erste Fortschritte. Aber die wahren Aufgaben kommen erst noch.

mehr erfahren
Braunkohlekraftwerk Niederaussem im Rheinischen Braunkohlerevier

Verursacht der Mensch die Erderwärmung?

  • 07.10.2022

Wenn im Laufe der Erdgeschichte das Klima schwankte, dauerte dies Jahrtausende. Tiere und Pflanzen hatten Zeit, sich anzupassen. Der jetzige Klimawandel passiert viel schneller.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Arktis bald ohne Eis?

  • 26.09.2022

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der diesjährige Tiefstand: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren
Aktion zu Taxononomie vor der Europäische Kommission in Brussels

EU-Taxonomie-Klage

  • 19.09.2022

Gas und Atomkraft sind nicht nachhaltig. Deswegen klagt Greenpeace jetzt gegen die EU-Taxonomie, die Investitionen in Gas- und Atomenergie als „grün“ labelt. Denn das verstößt gegen EU-Recht.

mehr erfahren