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Ein Jahr nach Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls hat Greenpeace die Kosten ausgerechnet, die durch den Klimawandel auf deutsche Steuerzahler zukommen können. Grundlage der Berechnungen sind Zahlen des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU).

Von 1990 bis 2000 hat jeder Bürger, jede Bürgerin jährlich sieben Euro an Folgekosten für Wetterextreme bezahlt. In nur fünf Jahren, bis 2005, stieg dieser Betrag nach Greenpeace-Berechnungen auf etwa 24 Euro pro Kopf. Grund genug, auf die Bremse zu treten, meint Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne: Wie viel Klimazerstörung wollen wir zulassen, bevor wir das längst Überfällige tun: endlich Energie aus sauberen, erneuerbaren Energiequellen sinnvoll nutzen.

Deutschland spürt die Folgen des Klimawandels bereits heute: Beispiele sind die Orkane Anatol und Lothar 1999, die Elbeflut 2002 und die Überschwemmungen in Bayern 2005. Süddeutschland kämpft immer häufiger mit Starkregen und Hochwassern. Die flachen Küstenregionen im Norden könnten künftig im Wasser versinken. Die maximalen Sturmwasserstände sollen nach aktuellen Klimaprognosen bis 2100 um bis zu 70 Zentimeter ansteigen. Der Meeresspiegel steigt schneller als ursprünglich angenommen. Zunehmender Wind drückt die Wassermassen auf die Deiche.

Wir unterschätzen immer wieder die extremen Kräfte von Wind und Wellen und die verheerenden Folgen extremer Naturereignisse. Sturmfluten stellten zwar schon früher eine Bedrohung für unsere Küsten dar - in Folge des Klimawandels kann die Bedrohung durch extreme Sturmfluten in Zukunft jedoch noch weitaus dramatischer ausfallen, sagt von Goerne.

Die Erhöhung der Deiche ist eine notwendige Antwort auf dieses Problem. Noch wichtiger aber ist es, die Ursache zu bekämpfen: das maßlose Verbrennen von Kohle, Öl und Gas. Im Vergleich zur Zeit vor der Industriellen Revolution hat das Verfeuern fossiler Energieträger den Planeten schon jetzt um durchschnittlich 0,8 Grad Celsius aufgeheizt.

Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, endlich Verantwortung im Kampf gegen den Klimawandel zu übernehmen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase massiv zu reduzieren. Die Industrieländer müssen ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 Prozent zurückschrauben. Für die Europäische Union heißt das: minus 30 Prozent bis zum Jahr 2020.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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