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Die Zahl der Waldbrände in den USA stieg Mitte der Achtzigerjahre sprunghaft an. Eine Erklärung dafür lautete, die Bevorzugung bestimmter Baumarten durch die Forstwirtschaft habe den Anstieg womöglich begünstigt. Monokulturen mit ihrer gleichmäßigen Pflanzweise und ihren weitgehend gleichaltrigen Bäumen fördern die schnelle Ausbreitung von Feuer.

Das Team um Anthony Westerling von der University of California in Merced kommt in seiner Studie aber zu einer anderen Auffassung. Die Forscher fanden heraus, dass die Zahl der Brände vor allem in den nördlichen Rocky Mountains zugenommen hat. Dort sind die Wälder weitgehend unberührt. Als Ursache, so die Experten, kommen nur die höheren Temperaturen und die früher einsetzende Schneeschmelze in Frage, die zu größerer Trockenheit führen.

{image}Was im Westen der USA zu beobachten ist, gilt auch für andere Länder, so für Australien, Spanien und Portugal. Und auch Deutschland muss mit häufigeren Waldbränden durch Hitze und Trockenheit rechnen. Das brandenburgische Agrar- und Umweltministerium hat am 4. Juli 2006 für sechs von 14 Landkreisen die höchste Waldbrandstufe (Stufe 4) ausgerufen. In sieben weiteren Landkreisen gilt Stufe 3.

Die typische Sommerdürre, die wir aus Spanien und Portugal kennen, drängt mit der Klimaerwärmung in den Osten Deutschlands vor, sagt der Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. In den kommenden Jahrzehnten werden die Temperaturen in den ostdeutschen Bundesländern um zwei bis drei Grad ansteigen. Und die Sommer werden trockener.

{image_r}Brandenburg ist aufgrund seiner trockenen Sandböden und leicht entzündlichen Kiefernwälder das brandgefährdetste deutsche Bundesland. Nach Angaben des Umweltministeriums hat es dort bis Mai dieses Jahres bereits 65 Waldbrände gegeben. Fast 13,5 Hektar Wald wurden vernichtet.

An heißen Tagen brennen die ausgetrockneten Wälder wie Zunder, so Smid. Stehen die staubtrockenen Wälder erst einmal in Flammen, können Temperaturen von 800 Grad entstehen und starke Winde die vernichtende Feuerwalze mit bis zu 100 Metern pro Minute durch die Wälder treiben.

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