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Von den 12.000 Kilometern Autobahn in Deutschland gibt es nur auf knapp der Hälfte eine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein Tempolimit ist die schnellste und günstigste Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen im Verkehrsbereich, denn auf deutschen Autobahnen werden rund ein Drittel aller PKW-Kilometer gefahren. Mit der flächendeckenden Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 120 Stundenkilometer lassen sich die Kohlendioxid-Emissionen von PKW auf deutschen Autobahnen sofort um neun Prozent senken. Keine andere Maßnahme hat ein derart großes Potenzial.

Während sich in Bangkok die Experten des Weltklimarates den Kopf über Maßnahmen gegen den Klimawandel zerbrechen, leistet sich Deutschland als einziges Industrieland der Welt weiterhin unbeschränkte und CO2-treibende Raserei, sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte von Greenpeace. Es ist ein ungeheurer Zynismus, dass Minister Tiefensee ein Tempolimit blockiert. Er verantwortet damit Jahr für Jahr hunderte von zusätzlichen Verkehrstoten, tausende von Verletzten und mehrere Millionen Tonnen Treibhausgase. Da die zuständigen Politiker bisher immer nur reden, wird Greenpeace jetzt handeln!

Signal an Industrie und Verbraucher

Darüber hinaus wäre ein Tempolimit aber noch ein wichtiges Signal für die Autoindustrie. Nicht immer schnellere, PS-stärkere Linksblinker-Boliden sind gefragt, sondern sparsame, komfortable und sichere Fahrzeuge. Eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit ermöglicht den Einbau leichterer Motoren und auch für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen muss weniger Aufwand getrieben werden.

Dieses Abspecken der Fahrzeuge könnte die CO2-Emissionen von PKW in kürzester Zeit halbieren. Dieser Effekt lässt sich mit der jetzt diskutierten Einführung von CO2-Grenzwerten nicht erreichen.

Auch die Verbraucher, die sich in den vergangenen Jahren in Deutschland zunehmend für schnelle Sportwagen entschieden, erhielten damit ein Signal: Ihren Wagen, der oftmals erst bei Tempo 250 abgeregelt ist, werden Sie in Zukunft wohl nirgendwo mehr voll ausfahren können. Vielleicht entscheidet sich der eine oder andere da in Zukunft lieber für einen sehr viel billigeren und sparsameren Mittelklassewagen.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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