Skip to main content
Jetzt spenden
Kitzbühel: Aktion beim Hahnenkammrennen

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Rennen drohte in diesem Jahr wie bereits vier Mal in seiner 76jährigen Geschichte wegen Schneemangels abgesagt zu werden. Die Veranstalter entschlossen sich daher, für mehrere hunderttausend Euro mit 200 Helfern unter anderem Schnee vom Großglockner und anderen Gebieten Österreichs heranzuschaffen.

Diese Rettungsaktion für das Rennen ist nur ein Vorgeschmack auf die Kosten des Klimawandels. Beim Klimaschutz so lasch weiterzumachen wie bisher wird uns noch sehr teuer zu stehen kommen, betont Erwin Mayer, Klimaexperte von Greenpeace. Es hat auch früher wärmere und schneearme Winter gegeben, so etwa bei der Olympiade 1964 und in den vergangenen Neunziger-Jahren. Aber so lang anhaltende Großwetterlagen, die mehrere Monate hindurch besonders warmes und niederschlagsarmes Wetter mit sich bringen, sind neu und durchaus im Einklang mit den Klimamodellen.

Greenpeace fordert von den EU-Staaten, sich zu verpflichten, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 30 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Bis 2050 muss die Einsparung sogar bei 80 Prozent liegen. Anderenfalls wird der weltweite Temperaturanstieg unbeherrschbar und ganz sicher nicht unter 2 Grad Celsius im globalen Durchschnitt zu halten sein. Diese Grenze halten Klimawissenschaftler für sehr wichtig.

Greenpeace unterstützt den Skisport und das Rennen in Kitzbühel gern, solange dadurch keine unverhältnismäßige Umweltbelastung ausgelöst wird, sagt Erwin Mayer. Er fordert den Kitzbüheler Bürgermeister Klaus Winkler, den Tiroler Landeshauptmann Herwig Van Staa und nicht zuletzt Bundeskanzler Gusenbauer auf, für deutlich mehr Klimaschutz einzutreten, um zumindest für die nächsten Generationen die Chancen auf kältere und schneereichere

Winter zu erhöhen.

Mit hunderten von Lkw und mehreren Hubschraubern den Schnee vom Großglockner heranzuschaffen, ist ganz sicher keine umweltgerechte Antwort auf klimabedingte Wetterkapriolen, kritisiert Mayer.

Mehr zum Thema

Arbeiterinnen am Fließband der Firma Foron

Cool gekühlt

  • 04.01.2023

Im Jahr 2023 wird der Greenfreeze-Kühlschrank dreißig Jahre alt. Wir erläutern, wie er entstand und warum er eine der wichtigsten Innovationen des 20ten Jahrhunderts ist.

mehr erfahren
Messballon zur Beobachtung des Ozonlochs am nördlichen Polarkreis, Juni 1988

Ursache und Wirkung des Ozonlochs

  • 01.12.2022

Das Ozonloch beschäftigt Wissenschaftler:innen seit Jahrzehnten. Wir erklären, worum es sich dabei handelt und betrachten seinen aktuellen Zustand.

mehr erfahren
Aktion zur COP27,

Interview zur Klimakonferenz COP 27

  • 20.11.2022

Die 27. UN-Klimakonferenz ist zu Ende gegangen - mit enttäuschendem Ergebnis: Zwar gibt es nun einen Fonds für Klimafolgeschäden für arme Länder. Aber keinen Ausstieg aus allen fossilen Energien.

mehr erfahren
Lisa Göldner auf der Cop27

Cop27-Klimaschutzkonferenz: Zwischenbilanz

  • 14.11.2022

Halbzeit bei der Weltklimakonferenz in Sharm El Sheikh: Nach einer Woche UN-Klimakonferenz sieht Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner erste Fortschritte. Aber die wahren Aufgaben kommen erst noch.

mehr erfahren
Braunkohlekraftwerk Niederaussem im Rheinischen Braunkohlerevier

Verursacht der Mensch die Erderwärmung?

  • 07.10.2022

Wenn im Laufe der Erdgeschichte das Klima schwankte, dauerte dies Jahrtausende. Tiere und Pflanzen hatten Zeit, sich anzupassen. Der jetzige Klimawandel passiert viel schneller.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Arktis bald ohne Eis?

  • 26.09.2022

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der diesjährige Tiefstand: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren