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Der Ölmulti ExxonMobil weigert sich, in erneuerbare Energien zu investieren und Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen. Die Lobbyarbeit des Multis sorgte maßgeblich dafür, dass die US-Regierung unter Präsident Bush das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert hat. Greenpeace fordert, dass Esso bei der Ölförderung Menschenrechte achtet sowie Lebensräume bedrohter Tierarten schont. So sind die letzten Grauwale vor der Pazifikküste Russlands durch Öl- und Gasprojekte von Esso in Gefahr.

Die Greenpeace-Proteste gegen ExxonMobil laufen weltweit, etwa in den USA, Kanada, Australien, England, Frankreich und Luxemburg. Esso versucht die internationale Stopp-Esso-Kampagne mit rechtlichen Mitteln zu bremsen. In Deutschland erwirkt der Konzern eine einstweilige Verfügung. Greenpeace ist es bei Strafandrohung von 250.000 Euro untersagt, zu Zwecken der Meinungskundgabe das Gelände von Esso zu betreten, zu besteigen oder sich sonst darauf, darunter oder darin aufzuhalten. Mundtot läßt sich Greenpeace damit nicht machen. Im Juli werden verschiedene Esso-Gebäude mit Hilfe eines Starklicht-Diaprojektors verziert. In Hamburg wird neben das Firmenlogo eine Karikatur des Esso-Tigers projiziert, der mit den Worten Esso spinnt einen deutlichen Kommentar abgibt. Klimakollaps powered by E$$O ist auf Fassaden von Esso-Tanklagern, -Raffinerien und -Tankstellen zu lesen.

Im Sommer 2002 dokumentiert die Crew der Rainbow Warrior auf einer mehrwöchigen Forschungsreise die Gletscherschmelze oberhalb des nördlichen Polarkreises. Das Schmelzen der Gletscher weltweit ist eines der sichtbarsten Zeichen, dass sich die Erde erwärmt. Im Oktober fordert Greenpeace mit mehreren Aktionen anlässlich der UN-Klimakonferenz in Neu-Delhi, dass die USA das Klimaabkommen von Kyoto endlich unterzeichnen.

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