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Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel schmelzen. Greenpeace-Aktivisten haben ein Modell der Freiheitsstatue im Arktischen Meer versenkt, um auf das Ansteigen des Meeresspiegel aufmerksam zu machen. 09.07.2014
Christian Åslund / Greenpeace

Klimagipfel 2019 in New York

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Obama, Cameron, Hollande: Staats- und Regierungschefs aus aller Welt treffen sich kommenden Dienstag in New York, um über Klimaschutz zu sprechen. Schade nur, dass eine fehlt.

Der Gastgeber ist nicht bescheiden. Wenn es um die erwarteten Mitbringsel seiner Gäste kommende Woche geht, dann erwartet Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, „kühne Taten“. Denn geredet worden ist lange genug über den Klimawandel. Was jetzt ansteht, sind Entscheidungen. Die muss jedes Land für sich treffen – und zwar bald.

Der UN-Klimagipfel ist nicht Teil des Verhandlungsmarathons, der Ende kommenden Jahres auf der Klimakonferenz in Paris in einem neuen Klimaabkommen gipfeln wird. Im UN-Hauptquartier in New York wird nicht ermüdend über Satzzeichen gestritten und um Formulierungen gefeilscht. Ban Ki-moon erwartet konkrete und rasch umsetzbare Maßnahmen. Entsprechend spannend wird, was Teilnehmer wie US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Ministerpräsident Francois Hollande und der Vertreter Chinas im Gepäck haben werden. Vor allem, wo die bisherigen Klimabremser USA und China sich zuletzt deutlich bewegt haben.

Deutschland könnte diesem Gipfel eine klare Richtung geben. Als Mutterland der Energiewende sind wir dabei zu zeigen, wie eine Industrienation seine Energieversorgung mittelfristig ohne gefährliche Atommeiler und schmutzige Kohlekraftwerke organisiert. Auch wenn dieser Weg nicht frei von Hürden ist: Ein klares Bekenntnis Deutschlands zum Langfristziel, seine Energieversorgung bis 2050 zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu bestreiten, würde dem Gipfel in New York eine neue Dynamik geben.

Doch Angela Merkel wird gar nicht nach New York reisen. Sie hat einen anderen Termin – ausgerechnet beim Bundesverband der deutschen Industrie. Wenn der BDI klug wäre, würde er diesen Termin absagen und Merkel nach New York schicken. Kaum eine Branche hat bessere Wachstumsaussichten als Klimaschutz.  

Infomaterial (engl.)

Briefing BKM - Climate Summit: real and tangible action
Briefing BKM - Keeping an eye on China
Briefing - A just transition to 100 percent renewables for all

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/klimanotstand

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