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In Nairobi geht es vor allem darum, einen Arbeitsplan für das kommende Jahr auszuarbeiten. Denn da das Kyoto-Protokoll 2012 ausläuft, muss rechtzeitig ein Nachfolgeprotokoll verhandelt werden. Über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wird dann auf dem Klimagipfel 2007 verhandelt werden. Doch schon die Erstellung des Plans droht in den Grundzügen zu scheitern.

Weil die bereits geleisteten CO2-Einsparungen in den Industrienationen am größten sind, schalten deren Vertreter auf stur. Sie beharren auf ihrer Forderung, dass die Schwellenländer gleichermaßen in die Pflicht genommen werden müssen. Diese hingegen wollen nicht einsehen, warum auch sie ihre Wirtschaft belasten sollen, wo sie von westlichen Standards meilenweit entfernt sind.

Der Klimawandel scheint angesichts der Streitereien fast vergessen. Und noch einen weiteren Leitragenden hätte ein erfolgloser Ausgang der Debatte: die so genannte Dritte Welt. Denn die Entwicklungsländer erhalten Anpassungsgelder aus einem Fonds des Kyoto-Protokolls, um Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels treffen zu können. Gibt es über die Weiterentwicklung des Abkommens keine Einigung, entfallen auch die Gelder aus dem Fonds.

Wie man wertvolle Zeit mit Skurrilitäten vergeuden kann, machen Australien und Saudi-Arabien vor. Sie haben verkündet, ebenfalls Geld aus dem Unterstützungsfonds zu beanspruchen. Schließlich treffe der Klimawandel auch sie.

Es wird Zeit, dass die EU hier die Führung übernimmt und mit klaren Zielvorstellungen einen Weg aus dem Tunnel weist, sagt Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne. Es ist keine Zeit zu verlieren. Je später die Verhandlungen beginnen, desto größer ist die Gefahr, dass ein Anschlussprotokoll nicht mehr rechtzeitig in Kraft tritt. Klimaschutz betrifft alle. In diesem Sinne muss hier verhandelt werden.

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