Jetzt spenden
Beluga II in der Innenstadt von Kopenhagen mit Banner, Dezember 2009
Christian Åslund / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Dieses UN-Papier ist heute das wichtigste Papier weltweit, sagt Kumi Naidoo, Geschäftsführer von Greenpeace International. Es zeigt unverblümt, dass der Klimavertrag, der in Kopenhagen auf dem Tisch liegt, die Überlebensfähigkeit unserer Zivilisation auf der Erde aufs Spiel setzt.

Alles in allem liegen bisher nur leere Versprechen vor, aber keine konkreten Verpflichtungen. Die bisher verhandelten Zusagen der Industrieländer über die Begrenzung ihres CO2-Ausstoßes würden weltweit zu einer durchschnittlichen Klimaerwärmung von über drei Grad Celsius in diesem Jahrhundert führen. Für Afrika würde das sogar über vier Grad bedeuten.

Damit wäre eine nicht mehr beherrschbare Klimakatastrophe mit Millionen von Opfern besiegelt. Doch noch haben es die Staatschefs in der Hand, diese Katastrophe abzuwenden. Die Welt braucht konkrete Verpflichtungen der Staaten mit dem größten CO2-Ausstoß und die Zusage, dass ein verbindlicher Klimavertrag so schnell wie möglich abgeschlossen wird.

Das vertrauliche UN-Papier macht eine Lücke von bis zu 4,2 Gigatonnen CO2 zwischen den gegenwärtigen Zusagen und den Kürzungen aus, die notwendig sind, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Diese Lücke müssen die Regierungschefs jetzt schließen. Bewegen sie sich nicht, besiegeln sie damit eine nicht mehr beherrschbare Klimakatastrophe mit Millionen von Opfern.

Naidoo warnt: Ein Temperaturanstieg von drei Grad bedeutet Verwüstung für Afrika und den möglichen Zusammenbruch der Ökosysteme, von denen Milliarden Menschen abhängen. Dieses UN-Dokument ist ein rauchender Colt. Es sollte eine Warnung für die Staatenlenker der Welt sein. Sie haben nur noch einen Tag, um einen Gang zuzulegen, ansonsten wird man sich ihrer für immer als der Leute erinnern, die die Welt ins Chaos stürzten.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/mobbing-klagen-stoppen

Mobbing-Klagen stoppen

Greenpeace USA soll 660 Millionen Dollar "Schadensersatz" an Energy Transfer zahlen! So genannte SLAPP-Klagen gefährden unser Recht auf Meinungsfreiheit. Deutschland muss jetzt ein Anti-SLAPP-Gesetz erlassen.

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Rally against Corporations Trying to Sue Critics into Silence in Oakland

Mehr zum Thema

Portrait of Sarah Zitterbarth

“Für Europa kann das ein Katalysator sein”

Per Dekret ordnet US-Präsident Donald Trump den Austritt der USA aus einer Reihe internationaler Abkommen an. Was bedeutet das für Klimaschutz weltweit? Ein Interview mit Greenpeace Klimaexpertin Sarah Zitterbarth.

mehr erfahren über “Für Europa kann das ein Katalysator sein”
Vor dem Bundesverfassungsgericht präsentieren mehrere Kläger:innen Klimaschutz-Banner und die Zahl der Zukunftskläger:innen: 54.000

Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage

Greenpeace und Germanwatch haben gemeinsam mit über 54.000 Mitkläger:innen Klima-Verfassungsbeschwerden eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und lehnt die Klimaklagen ab.

mehr erfahren über Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage
Gletscherschmelze: der Gurgler 1932 - 2025

Gletscherschmelze: Berge ohne Eis

Neue erschreckende Bilder zeigen, wie die Erderhitzung Gletscher in Deutschland, Österreich und der Schweiz zerstört.

mehr erfahren über Gletscherschmelze: Berge ohne Eis
Protest in Dry River in the Amazon in Brazil

Dürre Zeiten

In Europa und weltweit leiden immer mehr Regionen an Trockenheit. Heiße Sommer lassen Böden, Wälder und Gewässer leiden, auch andere Jahreszeiten bleiben inzwischen oft zu trocken.

mehr erfahren über Dürre Zeiten
Martin Kaiser, Executive Director of Greenpeace Germany

Scheinsieg der Fossilen

Die UN-Klimakonferenz gab keine Antwort, wie wir schneller CO2-Emissionen senken und den Amazonas retten können. Und doch sieht Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand bei Greenpeace, Fortschritte.

mehr erfahren über Scheinsieg der Fossilen
Flut in Günzburg 2.6.24

Extremwetter - Wetterextreme

Überschwemmungen, Stürme und Dürren werden immer schlimmer. Im Sommer 2024 versank Europa mehrfach in sogenannten "Jahrhundertfluten", die Zahl der Hitzetoten steigt. Die Klimakrise ist längst da.

mehr erfahren über Extremwetter - Wetterextreme