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Rauchende Schornsteine eines Kohlekraftwerks in Fimmersdorf, März 1995
Erhard Steinhaus / Greenpeace

115.000 Arbeitsplätze durch Klimaschutz

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

In zwei Tagen beginnt der Zukunftsgipfel von Bundeskanzlerin Merkel (CDU). Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, den Klimaschutz nicht weiter zu schwächen, sondern als wirksames Mittel gegen die Wirtschaftskrise zu nutzen. Vor allem mittelständische Unternehmen können von den Maßnahmen, die Greenpeace nennt, profitieren und Arbeitsplätze schaffen.

Die Bundesregierung sollte zum Beispiel Plusenergiehäuser und effiziente Haushaltsgeräte und Autos fördern. Finanzielle Anreize für Ökostrom-Kunden oder klimafreundliches Kühlen werden ebenso empfohlen. Nahverkehr kostenlos anzubieten wäre eine Maßnahme, die regional erprobt werden könnte.

Die Bundesregierung rudert beim Klimaschutz immer weiter zurück, obwohl gerade in Krisenzeiten mehr Investitionen in diesen Bereich sinnvoll wären, sagt Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace. Der Finanzminister kürzt die Gelder für saubere Energien, der Wirtschaftsminister fordert eine Pause beim Klimaschutz und die Kanzlerin blockiert ein ehrgeizigeres Klimaziel der EU. Gleichzeitig will die Koalition Atommeiler länger laufen lassen und damit Investitionen in Erneuerbare Energien gefährden. Frau Merkel sollte diese mutlose Politik beenden und den Zukunftsgipfel als Neustart für Klimaschutz und Arbeitsplätze verstehen.

Innovativer Klimaschutz statt kurzfristiger Konjunkturpakete

Die beiden bisherigen Konjunkturpakete der Jahre 2008 und 2009 kosteten den Steuerzahler rund 82 Milliarden Euro. Doch nur knapp 16 Prozent davon wurden in Klima- und Umweltschutzmaßnahmen investiert. Ob beispielsweise die fünf Milliarden Euro teure Abwrackprämie überhaupt die Emissionen verringerte, ist bis heute umstritten. Zugleich bewilligt der Staat laut Umweltbundesamt jedes Jahr über 48 Milliarden Euro umweltschädliche Subventionen.

Unsere Berechnungen zeigen, dass Klimaschutzmaßnahmen auch unabhängig von ökologischen Erwägungen ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft sind, sagt Dr. Niklas Höhne von Ecofys. Statt kurzfristiger Konjunkturpakete schlagen wir innovative Fördermaßnahmen vor. Sie schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze, sichern die wirtschaftliche Dynamik und reduzieren Deutschlands CO2-Emissionen beträchtlich. Jährlich würden durch das Zukunftspaket rund 38 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart.

Petition

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Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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