Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

In den letzten Jahrzehnten haben Naturkatastrophen eine beträchtliche Zahl an Menschenleben gefordert und zu wirtschaftlichen Schäden geführt, die das Leben Hunderter Millionen Menschen weltweit in Mitleidenschaft gezogen haben, so beginnt die Botschaft Michel Jarrauds, Generalsekretär der World Meteorological Organization (WMO), zum Weltwassertag 2004 am Montag.

Weiter: Solche Katastrophen sprengen die nationalen Ökonomien, schwächen die Armen und Verwundbaren und sind als Haupthindernis für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung erkannt worden.

Laut WMO werden weltweit drei Viertel aller Katastrophen durch Wetter- und Klimaextreme wie Dürren, Fluten, Tornados und Gewitter ausgelöst. Allein im südlichen Afrika sind rund 15 Millionen Menschen von den Folgen bedroht.

Namibia hat im Januar die schlimmsten Überflutungen seit 70 Jahren erlebt. In der Region um die Hauptstadt Windhuk fielen teilweise bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind ungefähr zwei Badewannen mit Wasser auf einem kleinen Fleck Boden. Ausgetrocknete Flussbetten verwandelten sich in reißende Ströme.

Mosambik ist 2000, 2001 und 2003 von Stürmen und Überflutungen heimgesucht worden, die hunderte Menschenleben kosteten und Zehntausende obdachlos machten. Rund 1,5 Millionen Menschen waren 2003 zudem von Hunger durch die schwere Dürre im südlichen Afrika bedroht.

In der Republik Südafrika ist seit mehreren Jahren ein Trend zu Wetterextremen erkennbar. Die periodischen Niederschläge kommen zu spät. Dürre vernichtet die Ernten. Kommt der Regen endlich, dann mit verheerender Gewalt. Hunger und Krankheiten sind die Folge. Regen ist vom Segen zum Fluch geworden.

"Afrika muss die Zeche zahlen für den Ausstoß der Treibhausgase der reichen Industrieländer und deren unzureichende Klimaschutzpolitik", sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. "Wissenschaftler beobachten weltweit eine Zunahme von Wetterextremen in Folge der globalen Erwärmung. Aber am härtesten trifft es die Ärmsten der Armen."

 

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/mobbing-klagen-stoppen

Mobbing-Klagen stoppen

Greenpeace USA soll 660 Millionen Dollar "Schadensersatz" an Energy Transfer zahlen! So genannte SLAPP-Klagen gefährden unser Recht auf Meinungsfreiheit. Deutschland muss jetzt ein Anti-SLAPP-Gesetz erlassen.

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Rally against Corporations Trying to Sue Critics into Silence in Oakland

Mehr zum Thema

Portrait of Sarah Zitterbarth

“Für Europa kann das ein Katalysator sein”

Per Dekret ordnet US-Präsident Donald Trump den Austritt der USA aus einer Reihe internationaler Abkommen an. Was bedeutet das für Klimaschutz weltweit? Ein Interview mit Greenpeace Klimaexpertin Sarah Zitterbarth.

mehr erfahren über “Für Europa kann das ein Katalysator sein”
Vor dem Bundesverfassungsgericht präsentieren mehrere Kläger:innen Klimaschutz-Banner und die Zahl der Zukunftskläger:innen: 54.000

Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage

Greenpeace und Germanwatch haben gemeinsam mit über 54.000 Mitkläger:innen Klima-Verfassungsbeschwerden eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und lehnt die Klimaklagen ab.

mehr erfahren über Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage
Gletscherschmelze: der Gurgler 1932 - 2025

Gletscherschmelze: Berge ohne Eis

Neue erschreckende Bilder zeigen, wie die Erderhitzung Gletscher in Deutschland, Österreich und der Schweiz zerstört.

mehr erfahren über Gletscherschmelze: Berge ohne Eis
Protest in Dry River in the Amazon in Brazil

Dürre Zeiten

In Europa und weltweit leiden immer mehr Regionen an Trockenheit. Heiße Sommer lassen Böden, Wälder und Gewässer leiden, auch andere Jahreszeiten bleiben inzwischen oft zu trocken.

mehr erfahren über Dürre Zeiten
Martin Kaiser, Executive Director of Greenpeace Germany

Scheinsieg der Fossilen

Die UN-Klimakonferenz gab keine Antwort, wie wir schneller CO2-Emissionen senken und den Amazonas retten können. Und doch sieht Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand bei Greenpeace, Fortschritte.

mehr erfahren über Scheinsieg der Fossilen
Flut in Günzburg 2.6.24

Extremwetter - Wetterextreme

Überschwemmungen, Stürme und Dürren werden immer schlimmer. Im Sommer 2024 versank Europa mehrfach in sogenannten "Jahrhundertfluten", die Zahl der Hitzetoten steigt. Die Klimakrise ist längst da.

mehr erfahren über Extremwetter - Wetterextreme