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Eine Fläche von der Größe wie Vancouver Island. So groß ist das Gebiet an Nadelwäldern und Feuchtgebieten, das für die Teersande bereits weichen musste. Ganze Ökosysteme werden so auf den Kopf gestellt oder zerstört. Doch damit nicht genug: durch die Gewinnung der Teersande wird eine erhebliche Menge an CO2 frei und trägt zum Treibhauseffekt bei. Allein für 2007 wird der Mengenwert auf rund 40 Millionen Tonnen geschätzt. Falls die Ölförderung nicht gestoppt wird, könnte sich diese Zahl bis 2011 verdoppeln.

Die Teersande bestehen neben Sand und Lehm vor allem aus dem teerähnlichen Öl Bitumen. Da das Öl nicht flüssig genug ist, wird der Teersand mit Hilfe von Dampf eingeschmolzen. Auf diese Weise sinkt der Sand ab und das Öl kann abgepumpt und in Raffinerien weiter verarbeitet werden. Die Herstellung erfodert allerdings sehr viel Energie, sowie eine große Menge an Wasser: 450 Millionen Kubikmeter werden jedes Jahr aus dem Athabasca River abgepumpt. Nach der Ölsynthese wird das Wasser in riesigen Absatzbecken aufgestaut, ist aber durch giftige Chemikalien verseucht und schädigt so die Umwelt.

Schon jetzt sind im Athabaska River zahlreiche Fische mit Tumoren und Mutationen registriert worden. In einigen Kleinstädten flussabwärts wie Fort Chipewyan häufen sich Krebs- und AutoImmunkrankheiten, die auf die Wasserverschmutzung durch den Abbau der Teersande zurückzuführen sind.

Für dutzende Städte in Alberta stellt der Athabasca River einen Teil ihrer Lebensader dar. Wenn der Fluss verunreinigt wird, bedeutet dies ein hohes Risiko für die Gesundheit und das tägliche Leben der Menschen, sagt Heather Milton-Leightening, Expertin für Teersande bei Greenpeace in Kanada.

Ein großer Teil des Öls wird in die USA exportiert und die Regierung von Alberta unterstützt den Handel. Die Regierung lockt Ölfirmen durch niedrige Lizenzgebühren zur Nutzung der Teersande. So sind es die Firmen, die am meisten Gewinn erzielen, obwohl sie das Land der Einwohner von Alberta zerstören, kommentiert Milton-Leightening. Über 3200 Pachtverträge mit Ölfirmen sind bereits unterzeichnet, Regierung und Industrie arbeiten jedoch stetig an weiteren Vereinbarungen.

 

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