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Greenpeace

Botschaft zum UN-Klimagipfel: „Hört auf die Leute ...“

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Dort treffen sich heute die Regierenden aus aller Welt. Eingeladen hatte Ban Ki-Moon, um über sofortige Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel zu sprechen. Ihm ist klar, dass wir nicht länger warten können - und nicht nur ihm.

„Die Menschen haben genug vom Zögern der Politiker und dem Einfluss einiger Konzerne“, sagt Martin Kaiser von Greenpeace. Woher er das weiß? Er ist vor Ort und war auch bei der bislang größten Klimademonstration der Geschichte dabei.

Delhi, Rio, Paris, Barcelona, Jakarta: über eine halbe Million Demonstranten in 160 Ländern. Die größte Klimademonstration der Geschichte fand mit über 300.000 Menschen in New York statt - darunter 200 Greenpeacer. Es sind Sätze zu hören wie: „Ich habe Ban Ki-moon gesehen, Al Gore und Leonardo Di Caprio - sie sowie Menschen unterschiedlicher Religionen, Indigene, Kinder haben mit uns demonstriert. Es war überwältigend.“

Drei von ihnen haben sich im Vorfeld mit Ban Ki-moon getroffen - im Gepäck sechs Millionen Unterschriften von Menschen, die ein Schutzgebiet für die Arktis fordern.



In einigen Regionen dieser Welt sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt verheerend, immer mehr Menschen erfahren dies am eigenen Leibe. Sie wollen nicht mehr warten, sie wollen die Energiewende jetzt. „Das Problem ist klar, und die Lösung steht bereit. Wenn wir jetzt beginnen, aus Öl und Kohle auszusteigen, können wir bis 2050 komplett auf Erneuerbare Energien umsteigen“, sagt auch Kaiser, Leiter der internationalen Klimapolitik von Greenpeace.

Wer macht was?

Deutschland erweckt mit der angekündigten Energiewende den Eindruck, ganz vorne dabei zu sein. Dass das nicht stimmt, zeigt nicht nur das Fehlen der Bundeskanzlerin beim Klimagipfel. „Es ist eine Enttäuschung, dass die Bundeskanzlerin nicht nach New York kommt. Viel enttäuschender aber ist, dass Deutschlands Emissionen in den vergangenen Jahren nicht wie geplant gesunken sind, sondern wieder steigen. Das liegt an der verstärkten Verbrennung von Braunkohle“, kommentierte Kaiser vor seiner Abfahrt nach New York.

In Bewegung geraten sind hingegen die beiden notorischen Klimasünder China und USA. Während die USA die Emissionen schmutziger Kohlekraftwerken deutlich beschränkt, führt China derzeit in wichtigen Provinzen CO2-Obergrenzen ein. Beides erhöht den Druck auf Deutschland, sich im Klimaschutz ebenfalls wieder mehr anzustrengen.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse. Der heutige Gipfel ist nicht Teil der offiziellen Klimaverhandlungen, die Ende 2015 in Paris in einem neuen Klimavertrag für die Zeit nach 2020 münden sollen. In New York geht es um kurzfristige und konkrete Klimaschutzmaßnahmen.

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