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Die zerstörte Stadt ist nur ein Plakat mit einem Foto des sächsischen Grimma und die Katastrophenhelfer sind verkleidete Greenpeace-Aktivisten. Doch dies ist ein Bild an das wir uns gewöhnen müssen - wenn die deutsche Wirtschaft bekommt, was sie haben will.

Katastrophen wie die Elbflut werden zum Regelfall, wenn wir die Klimaerwärmung nicht endlich in den Griff bekommen, sagt Gabriela von Goerne, Energieexpertin von Greenpeace. Deshalb ist es fahrlässige Ignoranz, wenn die Industrie immer mehr Treibhausgase ausstoßen will. Die Politik muss das verhindern und die Bevölkerung vor weiteren Klimaschäden schützen.

Mit ihrer Aktion protestierten die Umweltschützer am Freitag gegen das drohende Scheitern der deutschen Klimaschutzziele beim Münchener Spitzengespräch zwischen der Industrie und Bundeskanzler Gerhard Schröder. Die Nachricht an den Kanzler: Glückwunsch, Herr Schröder! Ihre Energiepolitik schafft Arbeitsplätze ... in der Katastrophenhilfe!

Greenpeace fordert, dass Schröder endlich den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen verringert. Die Industrierunternehmen der deutschen Wirtschaft dagegen möchten künftig noch mehr CO2 und Co. erzeugen und in die Atmosphäre pusten.

Treibhausgase verändern die globalen Wettersysteme. Dadurch werden immer häufiger extreme Wetterlagen mit Stürmen, Überschwemmungen oder Dürren ausgelöst.

Anreiz zur CO2-Reduzierung verpufft

Derzeit verhandeln Regierung und Wirtschaft über den so genannten Nationalen Allokationsplan (NAP). Dieser verteilt die Rechte zum Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (Emissionsrechte) auf die einzelnen Fabriken und Kraftwerke in Deutschland.

Noch im Jahr 2000 hat die Industrie versprochen, ihren Ausstoß zu senken. Jetzt fordert sie plötzlich zusätzliche Rechte, um ihn zu erhöhen - mit der Unterstützung von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement. Dieser verhandelt am Freitag mit Umweltminister Jürgen Trittin über den NAP.

Auch bei dem heutigen Treffen mit Schröder wird die Wirtschaft mit großer Wahrscheinlichkeit ihrer Forderung nach noch mehr Klimazerstörung Nachdruck verleihen. Schröder darf keinen Schulterschluss mit der klimafeindlichen Industrie eingehen, warnt von Goerne. Sonst sind die Klimaschutzziele gefährdet, zu denen sich Deutschland im internationalem Kyoto-Protokoll verpflichtet hat.

Wenn die Regierung jetzt zu viele Emissionsrechte verteilt, haben die Unternehmen keinen Anreiz mehr, ihren Ausstoß an Kohlendioxid zu senken und in Erneuerbare Energien oder hoch effiziente Gaskraftwerke zu investieren.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

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