Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Und da sitzen sie und lächeln selbstzufrieden über den Fortgang der Gespräche und darüber, dass sie sich alle so einig waren. Alle sind froh darüber, dass jetzt sogar die USA das Klimaproblem als ernst erkannt haben. (Am nächsten Tag lesen wir in der Zeitung, dass der Vertreter der US-Delegation hinter dem Rücken der anderen doch wieder die alte Leier verbreitet hat, dass die USA nicht bereit sind, Massnahmen zur Reduktion von Klimagasen zu ergreifen, so lange sie nicht den Beweis haben, dass das Klima sich ändert und dass industrielle Klimagase schuld sind. Müssen die Machthaber in Washington erst bis zu den Knien in Wasser stehen, bevor sie den Ernst der Lage begreifen?)

Aber zurück zur Pressekonferenz, bei der die USA nicht zugegen sind. Alte Kamellen wie freiwillige Vereinbarungen werden neu verpackt als Segensbringer präsentiert, und in der offiziellen Zusammenfassung der Vorsitzenden - der Umweltministerin von Dänemark - finde ich keinen Verweis auf Emissionsreduktionen. Statt dessen wird ein Pfad präsentiert, bei dem jeder machen kann was er will, wann er will. Im Falle der USA kann das interpretiert werden als: nichts bis zum Sankt Nimmerleinstag.

Die Journalisten um mich herum versuchen herauszufinden, was denn nun Sache ist, und bekommen nur heisse Luft präsentiert, und als ich versuche, die Frage der Emissionsreduktionen anzusprechen, ist die Pressenkonferenz beendet. Die Minister müssen zum Dinner.

Ich mache mich auf den Weg zurück zu unserem Schiff, spreche mit einigen Delegierten und Presseleuten, die ich von Klimakonferenzen kenne und sehe die Frustration in den Gesichtern derjenigen, denen das Wasser buchstäblich bis zum Halse steht. Wieder eine Runde für die USA. Was hatte Bush senior schon in Rio 1992 verbreitet: The american way of life is not negotiable. Oder: Nach uns die Sintflut.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/klimanotstand

Klimanotstand jetzt!

Klimanotstand jetzt! Bundeskanzler Merz muss uns gegen Hitze, Flut und Dürre schützen: Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, mehr Naturschutz und finanzielle Hilfe für Städte und Kommunen.

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Gruppe von Jugendlichen auf historischem Platz schützen sich mit Regenschirmen vor der Sonn

Mehr zum Thema

Ein kleiner Schatten eines Straßenbaums auf versiegeltem Boden

Stadtnatur: Schützen gegen die Klimakrise

Verformte Straßenbahngleise, Tropennächte, Unwetter – das sind nur ein paar Folgen des historischen Hitze-Wochenendes Ende Juni in Deutschland. Wie sich Städte besser schützen können.

mehr erfahren über Stadtnatur: Schützen gegen die Klimakrise
Heavy Rain Disaster in Southwest Germany

Fünf Jahre Flut im Ahrtal

Die Schäden der verheerenden Flut 2021 im Ahrtal und an der Erft sind größtenteils beseitigt. Doch die Angst bleibt zurück: Wann trifft Deutschland das nächste Jahrhunderthochwasser?

mehr erfahren über Fünf Jahre Flut im Ahrtal
Korallen im Seringapatam-Riff, Australien

Die Erwärmung der Meere

Die Weltmeere sind so warm wie nie zuvor um diese Jahreszeit. Warum das weit mehr als ein Wetterrekord ist – und was das für Mensch und Natur bedeutet.

mehr erfahren über Die Erwärmung der Meere
Dürre beeinträchtigt den Wasserstand des Rheins in Deutschland

Hitzewelle und Klimakrise

Eine Hitzewelle ist noch keine Klimakrise – aber mehrere sind es schon. Warum wir fast 40 Grad im Sommer nicht einfach als „heißes Wetter“ abtun sollten.

mehr erfahren über Hitzewelle und Klimakrise
Kajaks, Kanus und Schwimmer:innen im Wasser, auf einem schwimmenden Banner steht: Klimakrise ist Fluchtgrund!

Wenn die Klimakrise zur Flucht zwingt

Klimawandel und Umweltzerstörung sind schon heute oft ein Auslöser für Flucht und Abwanderung. Kürzungen bei der Entwicklungshilfe verschärfen das Problem. Es ist Zeit, zu handeln!

mehr erfahren über Wenn die Klimakrise zur Flucht zwingt
Flut in Günzburg 2.6.24

Extremwetter - Wetterextreme

Die Meere werden immer wärmer, die Jahre auch. Überschwemmungen, Stürme und Dürren deshalb immer schlimmer. Immer mehr Hitzetote und „Jahrhundertfluten“ im Jahrestakt: Die Klimakrise ist längst da.

mehr erfahren über Extremwetter - Wetterextreme