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Brennende Erde in Montreal
© Greenpeace

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Wie sich die Veränderung des Klimas schon jetzt auf Natur und Menschen auswirkt, zeigt sich nirgendwo deutlicher als in Afrika. Die meisten Menschen des Kontinents leben von den Erträgen, die ihr Stückchen Land abwirft. Damit sind sie ganz besonders vom Wetter abhängig. Durch den Klimawandel nehmen Wetterkatastrophen wie Dürreperioden, extreme Regenfälle und Überschwemmungen zu. Die alljährlichen Regenzeiten werden immer unberechenbarer. Regionale Hungersnöte sind die Folge.

Die reichen Länder sind rechtlich, moralisch und politisch in der Pflicht. Sie müssen ihre Emissionen dramatisch reduzieren. Und sie müssen gleichzeitig die armen Länder massiv unterstützen bei ihren Bemühungen, sich gegen die schon vorhandenen und kommenden Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen, sagt Steve Sawyer, Experte für Klima und Energie bei Greenpeace.

Hilfe für die Entwicklungsländer wird voraussichtlich ein wichtiger Tagesordnungspunkt in Nairobi sein. Der zweite ist die Fortführung des Kyoto-Protokolls nach 2012, wenn der bisherige Vertrag ausläuft. Das Protokoll muss nicht nur weitergeführt werden, es muss auch entscheidend verbessert werden. Dazu gehört, auch boomende Länder wie China und Indien zu klimaschonenden Maßnahmen zu verpflichten.

Zum Klimawandel trägt auch Brasilien bei. Der Urwald in der Amazonasregion ist der größte der Welt und spielt als natürlicher CO2-Speicher eine wichtige Rolle. Großflächige Abholzung und Brandrodung in der Region machen den lateinamerikanischen Staat zum viertgrößten CO2-Sünder der Welt. Greenpeace fordert die brasilianische Regierung darum auf, entschiedener gegen die Urwaldzerstörung vorzugehen.

Besonders die Unterzeichnerstaaten des Kyoto-Protokolls sollten ihre kurzfristigen Eigeninteressen jetzt zurückstellen und im langfristigen Interesse aller handeln, sagt Steve Sawyer. Künftige Generationen werden uns nicht verzeihen, wenn wir das Problem weiter vor uns herschieben.

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