Skip to main content
Jetzt spenden
Polar bear

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das Arctic National Wildlife Refuge (ANWR) liegt im äußersten Nordosten Alaskas, jenseits der Polargrenze. Es umfasst mehr als zwei Millionen Quadratkilometer, die seit 1981 geschützt sind. Fast die Hälfte der Fläche ist als Wilderness Area ausgewiesen - eine Region, die dem Zugriff des Menschen dauerhaft entzogen bleiben soll.

Die Bedeutung der Region wurde früh erkannt. Ein Teil wurde schon 1960 als arktisches Naturreservat unter Schutz gestellt. Das einzigartige Ökosystem ist Lebensraum zahlreicher Tierarten, darunter Karibus, Moschusochsen, Eisbären, Wölfe, Wanderfalken und Schneegänse. Es ist zudem berühmt für seine wertvollen Lachsbestände.

Die Förderung von Rohöl wäre gefährlich für diese besonders sensible arktische Region. Auslaufendes Öl würde aufgrund der niedrigen Temperaturen nur sehr langsam abgebaut. Die Region bräuchte Jahre, um sich von eventuellen Schäden zu erholen.

Jörg Feddern, Energieexperte bei Greenpeace, erinnert an die große Ölkatastrophe vor rund zwanzig Jahren: Als der Tanker Exxon Valdez 1989 auf Grund lief, hat er 40.000 Tonnen Öl verloren. Bis heute findet man dort Ölreste und die Natur hat sich immer noch nicht erholt.

Dass Unfälle niemals auszuschließen sind, zeigt auch ein anderer Fall: Im März 2006 liefen in der Pruedhoe Bay etwa eine Million Liter Rohöl aus einer defekten Pipeline aus - nur wenige Kilometer von der Grenze zum Naturschutzgebiet ANWR entfernt.

Feddern bezweifelt zudem, dass die vermuteten 18 Milliarden Barrel Rohöl tatsächlich vorhanden sind. Doch selbst wenn: Diese Menge würde gerade ausreichen, um die USA zweieinhalb Jahre mit Öl zu versorgen. Das ist lachhaft. Der einzige Weg, auf den hohen Ölpreis zu reagieren, ist der effizientere und sparsamere Umgang mit Öl.

Öl fördern - egal wo

Die USA besitzen etwa drei Prozent der weltweiten Ölvorräte, verbrauchen aber rund 25 Prozent des geförderten Rohstoffs. Jeder Amerikaner verbraucht jährlich etwa drei Tonnen Öl. Zum Vergleich: Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland liegt bei etwa der Hälfte, in China bei weniger als einer Tonne.

Zur Verschwendung trägt unter anderem der durchschnittliche Flottenverbrauch US-amerikanischer PKW bei: Er beträgt elf Liter. In Deutschland sind es acht - was ebenfalls schon sehr hoch ist.

In der US-Bevölkerung findet bereits ein Umdenken statt. Immer mehr Amerikaner spüren, dass der Klimawandel auch sie trifft. An George W. Bush gehen solche Erkenntnisse vorbei. Er kommt aus der Ölbranche und ist ihr bis heute verbunden. Dem Klimaschutz verweigert er sich von jeher. Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain haut in die gleiche Kerbe.

Opfer dieser Politik wäre nicht nur die unberührte Natur im Schutzgebiet. Opfer wären auch die US-Amerikaner und letztlich wir alle. Eines der ersten wäre der Eisbär. Sein Lebensraum schwindet schon jetzt durch den Klimawandel dramatisch dahin.

Jörg Feddern: Vor der geschützten Küste Nordalaskas kann der Eisbär dann zugucken, wie auf den Bohrinseln seine Existenz zerstört wird.

  • Caribou

    Caribou

    Überspringe die Bildergalerie
  • Polar bear

    Polar bear

    Überspringe die Bildergalerie
  • climate tour Alaska

    climate tour Alaska

    Überspringe die Bildergalerie
  • climate tour Alaska

    climate tour Alaska

    Überspringe die Bildergalerie
  • oil pipeline Alaska

    oil pipeline Alaska

    Überspringe die Bildergalerie
  • oil exploitation Prudhoe Bay

    oil exploitation Prudhoe Bay

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

Unterstützen Sie die Klage gegen VW

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland

Koalitionsbeschluss: Interview mit Martin Kaiser

  • 29.03.2023

Gestern verkündete die Ampel die Ergebnisse ihres Koalitionsausschusses. Mit verheerenden Beschlüssen zum Klimaschutz. Greenpeace-Chef Martin Kaiser im Interview.

mehr erfahren
Windräder vor Sonnenuntergang

Was ist der Treibhauseffekt?

  • 27.03.2023

Licht ist die Quelle allen Seins auf unserem Planeten. Dass es auf der Erde ein Klima gibt, in dem Menschen, Tiere und Pflanzen leben können, hängt mit unserer Erdatmosphäre zusammen.

mehr erfahren
Drought in Northern Italy

IPCC - Sachstandsbericht 6

  • 20.03.2023

Der neue Klimabericht der UN, der sogenannte IPCC-Bericht, liegt vor. Und wieder warnen die Wissenschaftler deutlicher als je zuvor vor den Folgen der Klimakrise.

mehr erfahren
Podium der 21. Klimaschutzkonferenz in Paris 2015

Klimakonferenz

  • 20.03.2023

Schon in den siebziger Jahren erkannten Forscher: Der Klimawandel wird eine ernste, weltweite Bedrohung für Mensch und Natur. Daher wurde 1979 die erste Klimakonferenz in Genf einberufen.

mehr erfahren
Rhein bei Duisburg Bruckhausen, Thyssenkrupp Steel Stahlwerk, Hochöfen, Sinteranlage, Kokerei Schwelgern, Ablöschwolke, Frachtschiffe

Unvermeidbare Restemissionen

  • 13.03.2023

Sogenannte “unvermeidbare Restemissionen” sollen in CO2-Speichern unter dem Meer verpresst werden. Doch wie viele sind wirklich unvermeidbar? Gibt es Alternativen? Fakten zur aktuellen CCS-Debatte.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Eisschwund in Arktis und Antarktis

  • 10.02.2023

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der Tiefstand 2022: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren