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Die Großen Acht - USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien, Deutschland, Japan, Russland - stehen in der Pflicht. Greenpeace fordert sie auf, sich nicht mit Business as usual aufzuhalten. Das Klimaproblem fordert zukunftsfähige Lösungen. Diese müssen innerhalb der nächsten zehn Jahre greifen. Noch wird zu viel Zeit mit Scheinlösungen vergeudet.

Eine dieser Scheindebatten dreht sich um die CO2-Speicherung (CCS) für Kohlekraftwerke. Sie ist in der geforderten Größenordnung völlig unerprobt. Wenn überhaupt, steht sie frühestens in den Zwanzigerjahren zur Verfügung. Zu spät, um die Wende herbeizuführen. Wer jetzt noch auf neue Kohlekraftwerke setzt, heizt den Klimawandel an.

Ein weiterer Irrweg ist Agrosprit. Der Boom bei den sogenannten Bio-Treibstoffen ist einer Weltbank-Studie zufolge für 75 Prozent der Lebensmittelverteuerung verantwortlich. Kurz gesagt: Des einen Mobilität ist des anderen Hunger. Darüber hinaus ist auch der Klimaeffekt zweifelhaft. Die Produktion von Agrosprit ist insgesamt mit hohem CO2-Ausstoß verbunden.

Die dritte Scheinlösung betrifft die Atomkraft. In Deutschland tobt derzeit die Debatte um Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke. Die Sorgen der Verbraucher mit den hohen Energiepreisen dienen als Hebel, um den billigen Atomstrom wieder ins Rennen zu bringen.

Dazu Heinz Smital, Greenpeace-Atomexperte: Die Gefahren durch Atomkraft sind nach fünfzig Jahren immer noch dieselben. Das ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie. Billig ist Atomstrom nur für die Erzeuger - weil die Gesellschaft das Risiko trägt. Die Verbraucher bezahlen den Strom teuer. Zudem werde das Problem des strahlenden Mülls auf kommende Generationen abgewälzt.

Für Smital liegt der eigentliche Grund für die neu entfachte Debatte woanders: Die Stromerzeugung in Deutschland liegt überwiegend in der Hand der vier großen Monopolisten E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW. Wenn ihnen die Kohle- und Atomkraftwerke wegbrechen, verlieren sie ihre Machtstellung und ihre Profitquellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf dem G8-Gipfel besonders gefordert. Sie muss deutlich machen, dass es ihr um echte Lösungen des Klimaproblems geht. Das kann nur heißen: verbindliche CO2-Reduktionsziele, nachhaltige Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen und effizientere Nutzung.

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Nationales Energiekonzept bis 2020

Nationales Energiekonzept bis 2020

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