Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Der Kompromiss, den EU-Länder und Europäisches Parlament ausgehandelt haben, sieht eine stufenweise Senkung des CO2-Ausstoßes ab 2012 vor. Im ersten Jahr der dreijährigen Übergangsfrist müssen 65 Prozent der Neuwagen die Norm erfüllen. Im zweiten Jahr 75 Prozent, im dritten 80 Prozent. 2015 soll jede Fahrzeugflotte den Durchschnittswert von 120 Gramm erreicht haben.

Greenpeace-Verkehrsexperte Marc Specowius spricht von einer verpassten Chance: Schärfere Vorgaben an die Industrie hätten das Entwickeln von verbrauchsarmen Fahrzeugen beschleunigt. Was jetzt bleibt: Wieder einmal ein Kniefall der selbsternannten Klimaschützerin Angela Merkel vor der Industrie.

Die Bürger seien diejenigen, die die Kosten dieser Entscheidung zu tragen hätten: Die Bevölkerung muss mit Benzinkosten in immenser Höhe rechnen. Verbrauchsärmere Motoren hätten den finanziellen Druck gemindert, der durch die hohen Spritkosten entsteht.

Der regulierende Effekt des Gesetzes wurde mit dem Kompromiss ad absurdum geführt. Specowius: Durch die verzögernde Einführungsphase der Grenzwerte und mehrere andere Schlupflöcher kommt man auf einen Wert von 135 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer bis 2015 - selbst wenn alle Hersteller ihre Grenzwerte einhalten.

Dieser Wert könnte noch auf 139 Gramm klettern, denn geringfügige Überschreitungen bleiben praktisch straffrei: Das erste Gramm jenseits des Grenzwerts soll von 2012 bis 2018 fünf Euro pro Neuwagen kosten, das zweite 15 Euro, das dritte 25 Euro. Bei drei Gramm Überschreitung kommen also 45 Euro pro Auto zusammen. Ein lächerlicher Betrag angesichts der Summen, die für die großen Spritfresser beispielsweise von Mercedes gezahlt werden.

Über die Verwässerung des ursprünglichen Plans hinaus beklagt Specowius, dass keine echten Vorgaben bis 2020 gemacht worden sind. Zwar sollen die Autohersteller den durchschnittlichen CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeugflotten bis dahin auf 95 Gramm gesenkt haben, allerdings ganz unverbindlich. Im Jahr 2014 schauen wir dann mal, wie es den Herstellern damit so geht.

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

Unterstützen Sie die Klage gegen VW

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland

Koalitionsbeschluss: Interview mit Martin Kaiser

  • 29.03.2023

Gestern verkündete die Ampel die Ergebnisse ihres Koalitionsausschusses. Mit verheerenden Beschlüssen zum Klimaschutz. Greenpeace-Chef Martin Kaiser im Interview.

mehr erfahren
Windräder vor Sonnenuntergang

Was ist der Treibhauseffekt?

  • 27.03.2023

Licht ist die Quelle allen Seins auf unserem Planeten. Dass es auf der Erde ein Klima gibt, in dem Menschen, Tiere und Pflanzen leben können, hängt mit unserer Erdatmosphäre zusammen.

mehr erfahren
Drought in Northern Italy

IPCC - Sachstandsbericht 6

  • 20.03.2023

Der neue Klimabericht der UN, der sogenannte IPCC-Bericht, liegt vor. Und wieder warnen die Wissenschaftler deutlicher als je zuvor vor den Folgen der Klimakrise.

mehr erfahren
Podium der 21. Klimaschutzkonferenz in Paris 2015

Klimakonferenz

  • 20.03.2023

Schon in den siebziger Jahren erkannten Forscher: Der Klimawandel wird eine ernste, weltweite Bedrohung für Mensch und Natur. Daher wurde 1979 die erste Klimakonferenz in Genf einberufen.

mehr erfahren
Rhein bei Duisburg Bruckhausen, Thyssenkrupp Steel Stahlwerk, Hochöfen, Sinteranlage, Kokerei Schwelgern, Ablöschwolke, Frachtschiffe

Unvermeidbare Restemissionen

  • 13.03.2023

Sogenannte “unvermeidbare Restemissionen” sollen in CO2-Speichern unter dem Meer verpresst werden. Doch wie viele sind wirklich unvermeidbar? Gibt es Alternativen? Fakten zur aktuellen CCS-Debatte.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Eisschwund in Arktis und Antarktis

  • 10.02.2023

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der Tiefstand 2022: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren