Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Um den VW-Konzern an seine Verantwortung für unser Klima zu erinnern, protestierten am Montagvormittag Greenpeace-Aktivisten vor der Konzernzentrale in Wolfsburg. Dabei verwandelten sie einen Golf und einen Touareg in Klimaschweine: rosarot mit Schweineschnauze, Spitzohren und Ringelschwänzchen. Um den CO2-Ausstoß erkennbar zu machen, zogen die Autos eine sieben Meter hohe und neun Meter lange schwarze Wolke aus Stoff hinter sich her. Auf einem Banner stand: VW produziert Klimaschweine!

VW als größter Autohersteller Europas muss entschieden die Aufgabe anpacken, den Spritverbrauch seiner Autos zu senken, fordert Günter Hubmann, Verkehrs-Experte von Greenpeace. Die Wolfsburger dürfen nicht länger die Öffentlichkeit ablenken mit Alibi-Ansätzen, wie den Lupo oder das neue BlueMotion-Konzept.

Autohersteller halten ihr eigenes Versprechen nicht

Was für ein Klimaschwein der Touareg ist, wird an einer Zahl deutlich: pro gefahrenen Kilometer pustet er bis zu 329 Gramm des Treibhausgases CO2 in die Atmosphäre. Dem steht eine Zahl entgegen, die von den deutschen Autobauer selbst beschlossen wurde. Diese haben sich freiwillig verpflichtet, bis Anfang 2008 die Durchschnittsmenge an CO2 für Neufahrzeuge auf 140 Gramm zu senken. Nur noch ein frommer Wunsch, denn schon jetzt lässt sich erkennen, dass dieses Ziel nicht mehr zu erreichen ist!

{image_r}Greenpeace fordert für die Autoindustrie einen verbindlichen CO2-Grenzwert von 100 Gramm pro Kilometer bis 2012. VW müsse daher die klima-relevanten Emissionen seiner Neufahrzeuge entsprechend absenken. Ein ganz wichtiger Aspekt ist dabei das Fahrzeuggewicht.

Es dürfen nicht länger immer schwerere Wagen gebaut werden, die allein durch ihre Masse mehr verbrauchen. Ein Touareg wiegt bis zu 2,3 Tonnen. Auch die deutschen Hersteller müssen akzeptieren, dass Autos in Zukunft wieder leichter werden müssen, sagt der Greenpeace-Sprecher Marc Specowius.

Die Lösung: SmILE - gibt's schon seit 1996

Die notwendige Technologie dafür ist längst bekannt und sogar umgesetzt: Das beweist Greenpeace mit seinem SmILE-Fahrzeug. Beim SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) werden Autos kompakt gebaut und mit intelligenter Technik betrieben. Sie müssen leicht und effizient sein.

Dieses technische Konzept erlaubt es, den Spritverbrauch der meisten Serienmodelle bis zur Hälfte zu reduzieren. Es funktioniert mit vorhandener Technik, ohne Mehrkosten und ohne Einbußen bei Fahreigenschaften und Sicherheit.

Das SmILE-Prinzip hat Greenpeace schon 1996 erfolgreich mit dem Umbau eines serienmäßigen Renault Twingo verwirklicht, dessen Verbrauch mit drei Litern gegenüber dem ursprünglichen Fahrzeug um 50 Prozent niedriger liegt.

Machen Sie mit. Fordern Sie Autohersteller auf, endlich zukunftsfähige Autos mit geringerem Spritverbrauch zu produzieren.

Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Arktis bald ohne Eis?

  • 26.09.2022

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der diesjährige Tiefstand: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren
Aktion zu Taxononomie vor der Europäische Kommission in Brussels

EU-Taxonomie-Klage

  • 19.09.2022

Gas und Atomkraft sind nicht nachhaltig. Deswegen klagt Greenpeace jetzt gegen die EU-Taxonomie, die Investitionen in Gas- und Atomenergie als „grün“ labelt. Denn das verstößt gegen EU-Recht.

mehr erfahren
Die KlimaSeniorinnen bei einer Protestaktion vor einem Gletscher

Berge ohne Eis: Die Gletscher schmelzen

  • 09.09.2022

Weltweit nimmt die Geschwindigkeit der Gletscherschmelze zu. In der Schweiz protestierten jetzt die Klimaseniorinnen mit einem überdimensionalen Pflaster gegen diese Folge der Klimakrise.

mehr erfahren
In der Sächsischen Schweiz löschen Einsatzkräfte den Waldbrand

Sächsische Schweiz: Erst die Flut, nun die Brände

  • 12.08.2022

Was die Menschen rund um den Nationalpark Sächsische Schweiz binnen eines Jahres erleben müssen, lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: Klimakrise. Ein Greenpeace Lagebericht.

mehr erfahren
Drought in Northern Italy

Mitten in der Klimakrise

  • 03.08.2022

Dürre, Hitze und Brände: Die Klimakrise ist längst in der Mitte Europas angekommen und hinterlässt ihre Spuren. Greenpeace-Aktivist:innen bereisten in der letzten Juliwoche Norditalien und Österreich.

mehr erfahren
Martin Kaiser, Executive Director of Greenpeace Germany

Martin Kaiser zur Reise mit Annalena Baerbock

  • 13.07.2022

Greenpeace-Deutschland-Geschäftsführer Martin Kaiser begleitete mit Vertreter:innen weiterer Nichtregierungsorganisationen Außenministerin Annalena Baerbock nach Asien. Ein Interview und Resümee.

mehr erfahren