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Das rheinische Braunkohlerevier ist die größte CO2-Quelle Europas.
Bernd Arnold/visum/Greenpeace

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Dienstag 12 Uhr:

Klimawandel steigert Tempo - EU-Klimaschutz hoffentlich auch

In Brüssel beraten die EU-Umweltminister am Dienstag über die Klimaschutzziele bis 2020. Ehrgeiz ist gefragt: 30 Prozent CO2-Minderung sind mindestens notwendig, um den schlimmsten Folgen der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Noch hinkt die EU sogar ihren Kyoto-Zielen hinterher: Bis 2012 soll der CO2-Ausstoß um acht Prozent gegenüber 1990 sinken. Davon sind erst 0,9 Prozent erreicht.

Alle reden vom Klima, heute muss gehandelt werden, sagt Andree Böhling, Energieexperte bei Greenpeace. Der EU-weite Kohlendioxidausstoß muss bis 2020 um 30 Prozent gesenkt werden - auch dann, wenn die USA und andere Industriestaaten sich nicht zu vergleichbaren Zielen durchringen. Bisher koppelt die EU ihr ambitionierteres Ziel an diese Bedingung.

Wenn sich die Minister am Dienstag auf nur 20 Prozent weniger Treibhausgase einigen, ist dies deutlich zu wenig. Europa darf sich nicht nach den Blockierern in der Klimapolitik richten. George W. Bush wird nicht mehr zum Klimaschützer, und er wird schon gar nicht internationale Abkommen unterzeichnen.

Böhling: Die EU koppelt ihre Klimapolitik an die USA, die deutsche Bundesregierung knüpft ihr nationales Klimaschutzziel an das der EU. So ist Bush am Ende die Ausrede für alle, viel zu wenig zu tun. Heute muss die EU beweisen, dass sie wirklich in der Lage ist, eine Führungsrolle zu übernehmen. Klimaschutz braucht engagierte Vorreiter, keine Taktierer.

Energy Revolution (engl., 2005)

Energy Revolution (engl., 2005)

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