Skip to main content
Jetzt spenden
energy mix coal/wind
Paul Langrock/AGENTUR ZENIT

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Eine kurze Bilanz

Dringend erforderlich, doch immer noch nicht festgelegt: ein nationales Klimaschutzziel bis zum Jahr 2020. Was der Energiegipfel dazu hervorgebracht hat, liest sich wie folgt: ... die festlegung langfristiger quantitativer klimaschutzziele bedarf der umfassenden bestandsaufnahme der klimatischen, technischen und wirtschaftlichen konsequenzen ... Angesichts der weltweit anerkannten Faktenlage ist das der reinste Hohn.

Immer noch nicht revidiert: die Betonung der Kohle als Energieträger Nummer eins. Die Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung ist mit Klimaschutz nicht zu vereinbaren. Altes als neu verkauft: Gebäudeenergiepass und Gebäudesanierungsprogramm. Stagnation: keine Fortschritte beim regenerativen Wärmegesetz. Zaghaftigkeit: Bis 2020 sollen zehn Prozent der Energie beim Endverbrauch eingespart werden. Die EU-Kommission geht von möglichen 20 Prozent aus.

Eine kurze Bilanz

Dringend erforderlich, doch immer noch nicht festgelegt: ein nationales Klimaschutzziel bis zum Jahr 2020. Was der Energiegipfel dazu hervorgebracht hat, liest sich wie folgt: ... die festlegung langfristiger quantitativer klimaschutzziele bedarf der umfassenden bestandsaufnahme der klimatischen, technischen und wirtschaftlichen konsequenzen ... Angesichts der weltweit anerkannten Faktenlage ist das der reinste Hohn.

Immer noch nicht revidiert: die Betonung der Kohle als Energieträger Nummer eins. Die Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung ist mit Klimaschutz nicht zu vereinbaren. Altes als neu verkauft: Gebäudeenergiepass und Gebäudesanierungsprogramm. Stagnation: keine Fortschritte beim regenerativen Wärmegesetz. Zaghaftigkeit: Bis 2020 sollen zehn Prozent der Energie beim Endverbrauch eingespart werden. Die EU-Kommission geht von möglichen 20 Prozent aus.

Die Instrumente zum Klimaschutz sind da

Beim Klimaschutz geht es um eine Überlebensfrage unserer Gesellschaft, nicht um Konzernpolitik, so der Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. Klimaschutz und Atomausstieg sind nicht verhandelbar. Das hätte Angela Merkel vor dem Gipfel unmissverständlich klarstellen müssen. Die zentralen energiepolitischen Fragen sollten im Deutschen Bundestag debattiert und festgelegt werden. Sie gehören nicht auf einen Basar mit Konzernvertretern.

Greenpeace fordert die Bundesrepublik auf, mehr Mut und Entschlossenheit zu zeigen. Die bereits vorhandenen Instrumente für den Klimaschutz dürfen nicht länger verwässert werden. Ein Beispiel dafür ist der Emissionshandel. Es gibt auch keinen Mangel an guten Instrumenten zur Steigerung der Energieeffizienz. Sie müssten nur besser ausgestaltet werden. Dazu gehören die Energieeinsparverordnung und der Energiepass.

Mehr zum Thema

Arbeiterinnen am Fließband der Firma Foron

Cool gekühlt

  • 04.01.2023

Im Jahr 2023 wird der Greenfreeze-Kühlschrank dreißig Jahre alt. Wir erläutern, wie er entstand und warum er eine der wichtigsten Innovationen des 20ten Jahrhunderts ist.

mehr erfahren
Messballon zur Beobachtung des Ozonlochs am nördlichen Polarkreis, Juni 1988

Ursache und Wirkung des Ozonlochs

  • 01.12.2022

Das Ozonloch beschäftigt Wissenschaftler:innen seit Jahrzehnten. Wir erklären, worum es sich dabei handelt und betrachten seinen aktuellen Zustand.

mehr erfahren
Aktion zur COP27,

Interview zur Klimakonferenz COP 27

  • 20.11.2022

Die 27. UN-Klimakonferenz ist zu Ende gegangen - mit enttäuschendem Ergebnis: Zwar gibt es nun einen Fonds für Klimafolgeschäden für arme Länder. Aber keinen Ausstieg aus allen fossilen Energien.

mehr erfahren
Lisa Göldner auf der Cop27

Cop27-Klimaschutzkonferenz: Zwischenbilanz

  • 14.11.2022

Halbzeit bei der Weltklimakonferenz in Sharm El Sheikh: Nach einer Woche UN-Klimakonferenz sieht Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner erste Fortschritte. Aber die wahren Aufgaben kommen erst noch.

mehr erfahren
Braunkohlekraftwerk Niederaussem im Rheinischen Braunkohlerevier

Verursacht der Mensch die Erderwärmung?

  • 07.10.2022

Wenn im Laufe der Erdgeschichte das Klima schwankte, dauerte dies Jahrtausende. Tiere und Pflanzen hatten Zeit, sich anzupassen. Der jetzige Klimawandel passiert viel schneller.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Arktis bald ohne Eis?

  • 26.09.2022

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der diesjährige Tiefstand: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren