Jetzt spenden
ice polar bear Berlin
Daniel Rosenthal/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Sie soll eine Warnung sein, ein Mahnmal vor dem Klimawandel und seinen Folgen. Die Eisskulptur auf dem Platz des 18. März besteht aus Dutzenden Eisblöcken mit einem Gewicht von bis zu 900 Kilogramm. Sie wurden seit Donnerstagmorgen zu einem 15 Tonnen schweren Eisblock mit vier Meter Höhe, vier Meter Länge und anderthalb Meter Breite aufgestapelt. Der Eisbär soll zum bundesweiten Klimaaktionstag am Samstag fertig und bis Sonntag zu sehen sein.

Zum Klimaaktionstag am 8. Dezember wird weltweit aufgerufen - in Deutschland zum ersten Mal. Es wird zentrale Kundgebungen in Berlin und am Braunkohlekraftwerk Neurath bei Düsseldorf geben. Bundesweit werden tausende Menschen für mehr Klimaschutz demonstrieren. Damit fordern sie die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz im indonesischen Bali auf, verbindliche Maßnahmen für einen umfassenden Klimaschutz zu beschließen.

Wie dringend das nötig ist betont auch Jörg Feddern, Klima-Experte von Greenpeace: Weltweit werden immer mehr Menschen unter den Folgen des Klimawandels leiden. Besonders deutlich sind sie schon in der Arktis zu sehen, daher ist der Eisbär ein Symbol für die Bedrohung. Wahrscheinlich schon in 30 Jahren wird die Arktis im Sommer eisfrei sein. Der Lebensraum in der Arktis schmilzt den Eisbären im wahrsten Sinne des Wortes unter den Tatzen weg.

{image_r}Es bleibt wenig Zeit die Katastrophe noch aufzuhalten. Der aktuelle IPCC-Bericht gibt der Menschheit noch sieben bis zehn Jahre um eine Kehrtwende einzuleiten. Ansonsten lässt sich der globale Temperaturanstieg nicht mehr auf zwei Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit begrenzen.

Wir müssen heute anfangen, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, sonst drohen katastrophale Folgen, warnt Feddern. Auf Bali besteht jetzt die historische Chance, die Weichen für einen wirksamen Klimaschutz zu stellen.

Bei der UN-Klimakonferenz auf Bali verhandeln bis zum 14. Dezember rund 170 Staaten über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls. Die Politker tun sich derzeit schwer, klare Reduktionsziele für CO2 zu beschließen - obwohl der IPCC-Bericht klar die menschliche Schuld am Klimawandel bestätigt. Die USA haben als weltweit größter Verursacher von Treibhausgasen das Kyoto-Protokoll bis heute nicht unterzeichnet.

Ende der Gallerie

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/mobbing-klagen-stoppen

Mobbing-Klagen stoppen

Greenpeace USA soll 660 Millionen Dollar "Schadensersatz" an Energy Transfer zahlen! So genannte SLAPP-Klagen gefährden unser Recht auf Meinungsfreiheit. Deutschland muss jetzt ein Anti-SLAPP-Gesetz erlassen.

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Rally against Corporations Trying to Sue Critics into Silence in Oakland

Mehr zum Thema

Portrait of Sarah Zitterbarth

“Für Europa kann das ein Katalysator sein”

Per Dekret ordnet US-Präsident Donald Trump den Austritt der USA aus einer Reihe internationaler Abkommen an. Was bedeutet das für Klimaschutz weltweit? Ein Interview mit Greenpeace Klimaexpertin Sarah Zitterbarth.

mehr erfahren über “Für Europa kann das ein Katalysator sein”
Vor dem Bundesverfassungsgericht präsentieren mehrere Kläger:innen Klimaschutz-Banner und die Zahl der Zukunftskläger:innen: 54.000

Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage

Greenpeace und Germanwatch haben gemeinsam mit über 54.000 Mitkläger:innen Klima-Verfassungsbeschwerden eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und lehnt die Klimaklagen ab.

mehr erfahren über Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage
Gletscherschmelze: der Gurgler 1932 - 2025

Gletscherschmelze: Berge ohne Eis

Neue erschreckende Bilder zeigen, wie die Erderhitzung Gletscher in Deutschland, Österreich und der Schweiz zerstört.

mehr erfahren über Gletscherschmelze: Berge ohne Eis
Protest in Dry River in the Amazon in Brazil

Dürre Zeiten

In Europa und weltweit leiden immer mehr Regionen an Trockenheit. Heiße Sommer lassen Böden, Wälder und Gewässer leiden, auch andere Jahreszeiten bleiben inzwischen oft zu trocken.

mehr erfahren über Dürre Zeiten
Martin Kaiser, Executive Director of Greenpeace Germany

Scheinsieg der Fossilen

Die UN-Klimakonferenz gab keine Antwort, wie wir schneller CO2-Emissionen senken und den Amazonas retten können. Und doch sieht Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand bei Greenpeace, Fortschritte.

mehr erfahren über Scheinsieg der Fossilen
Flut in Günzburg 2.6.24

Extremwetter - Wetterextreme

Überschwemmungen, Stürme und Dürren werden immer schlimmer. Im Sommer 2024 versank Europa mehrfach in sogenannten "Jahrhundertfluten", die Zahl der Hitzetoten steigt. Die Klimakrise ist längst da.

mehr erfahren über Extremwetter - Wetterextreme