Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Rund 30.000 Menschen, die in der Nähe der früheren Texaco-Ölfelder im Amazonasbecken leben, klagen den Ölmulti seit nunmehr zehn Jahren an, zwischen 1971 und 1992 rund 68 Milliarden Liter ölverseuchten Wassers in Flüsse und Senken entsorgt zu haben. Die Verschmutzung habe Trinkwasserquellen vergiftet, Gesundheitsprobleme verursacht und Nutztiere der Bauern getötet. Fotos zeigen ölgefüllte, teils brennende Senken, mit Ölschlamm verpestete Flüsse und Sümpfe, aber auch Einwohner deren Füße mit Rohöl bedeckt sind.

Texaco - seit 2001 mit Chevron fusioniert - weist die Anschuldigungen zurück. Das verseuchte Wasser, ein Nebenprodukt der Ölförderung, sei vor der Einleitung behandelt worden. Als das Unternehmen die Ölfelder aufgegeben habe, sei außerdem ein Sanierungsprojekt durchgeführt worden, um alle entstandenen Schäden zu beheben. Wie viel Rest-Öl das Wasser nach der Reinigung noch enthielt, konnte der Konzern nicht angeben.

Tatsächlich bestreitet niemand, dass die Region schwer verseucht ist. Nur stammt das fotografische Beweismaterial zum Teil aus dem Jahre 1992, zum anderen Teil aber aus 1999, als die Ölfelder bereits vom staatseigenen ecuadorianischen Unternehmen Petroecuador betrieben wurden. Texaco beruft sich deswegen darauf, dass die Schäden auch durch Petroecuador entstanden sein können. Die Anwälte der 30.000 Kläger schreckt diese Sachlage nicht. Sie berufen sich auf eine lange Zeugenliste für die systematischen Einleitungen. Unter den Zeugen soll sich auch der frühere ecuadorianische Minister für natürliche Ressourcen befinden.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/protestmail-gaskosten-falle

Raus aus der Gaskosten-Falle

Schluss mit der Gasabhängigkeit! Ein abgeschwächtes Heizungsgesetz ruiniert unsere Klimaziele und treibt Verbraucher:innen in eine Kostenfalle. Das müssen wir verhindern! Appellieren Sie jetzt an Ihre Abgeordneten von CDU/CSU und SPD, damit sie eine sozial-gerechte Wärmewende verteidigen!

Protestmail senden
Protest at DWS Building in Frankfurt

Mehr zum Thema

Protest on Crane Calling for Energy Independence at Chancellery in Berlin

Klimaschutz geht anders

Am 25. März entschied das Kabinett über das Klimaschutzprogramm, das dem - schwachen - Klimaschutzgesetz einen Hauch von Leben geben soll. Für echten Klimaschutz müsste mehr getan werden.

mehr erfahren über Klimaschutz geht anders
Vor dem Bundesverfassungsgericht präsentieren mehrere Kläger:innen Klimaschutz-Banner und die Zahl der Zukunftskläger:innen: 54.000

Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage

Greenpeace und Germanwatch haben gemeinsam mit über 54.000 Mitkläger:innen Klima-Verfassungsbeschwerden eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert wissenschaftliche Erkenntnisse und lehnt die Klimaklagen ab.

mehr erfahren über Klimawissenschaft unterstützt Zukunftsklage
Gletscherschmelze: der Gurgler 1932 - 2025

Gletscherschmelze: Berge ohne Eis

Erschreckend: Ausgerechnet zum Welttag der Gletscher am 21. März verliert Deutschland nach 60 Jahren sein einziges Gletscher-Skigebiet. Eine Folge der Erderhitzung.

mehr erfahren über Gletscherschmelze: Berge ohne Eis
Klimaland Bavaria 2040 - Keep the word- Protest Munich

Bayern schafft den Klimabericht ab

Rückschlag! Der jährliche Klimabericht belegt das Scheitern der Regierung Söder in der Klimapolitik. Deswegen schafft ihn die CSU jetzt ab.

mehr erfahren über Bayern schafft den Klimabericht ab
Korallen im Seringapatam-Riff, Australien

Die Erwärmung der Meere

Die Ozeane haben bislang etwa 80 Prozent der Wärme aufgenommen, die wir dem Klimasystem zugeführt haben. Die Erwärmung reicht bis in eine Tiefe von 3.000 Metern. Das bringt die Meere aus dem Takt.

mehr erfahren über Die Erwärmung der Meere
Portrait of Sarah Zitterbarth

„Für Europa kann das ein Katalysator sein“

Per Dekret ordnet US-Präsident Donald Trump den Austritt der USA aus einer Reihe internationaler Abkommen an. Was bedeutet das für Klimaschutz weltweit? Ein Interview mit Greenpeace Klimaexpertin Sarah Zitterbarth.

mehr erfahren über „Für Europa kann das ein Katalysator sein“