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RWE - Smart action Berlin
Paul Langrock/Zenit/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Aktivisten haben sich gut gerüstet: Vor dem Hotel, in dem das Projekt im Beisein der Bundeskanzlerin vorgestellt wird, steht ein zum Klimaschwein ummontierter Smart, daneben ein Berg Kohlesäcke. Auf einem Banner ist zu lesen: Smart + Kohlestrom von RWE = Klimaschwein.

Ab 2009 können Smart-Fahrer an über 500 Tankstellen in Berlin ihren Wagen mit RWE-Strom aufladen - und stoßen damit 90 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft. Mit Diesel läge der Ausstoß bei 88 Gramm.

Auch dieser Wert ist für ein Fahrzeug, das nur zwei Personen und zwei Kisten Wasser transportieren kann, noch viel zu hoch. Andere Hersteller bieten mit nur unwesentlich höheren CO2-Werten bereits Fünfsitzer an, erklärt Marc Specowius, Verkehrsexperte bei Greenpeace.

RWE gehört mit seinem vor allem auf Kohle ausgerichteten Strommix zu den klimaschädligsten Anbietern in Deutschland. Im Jahr 2006 wurden pro Kilowattstunde 752 Gramm CO2 ausgestoßen.

{image}Um ein wirklich klimafreundliches Auto auf den Markt zu bringen, hätte Daimler auf Erneuerbare Energien setzen müssen.

Mit der Wahl von RWE als Stromlieferanten für seine Elektro-Smarts zeigt Daimler erneut, wie unglaubwürdig seine Klimaschutzmaßnahmen sind, so Specowius.

Zumal Daimler im Klimaschutzvergleich europaweit am schlechtesten abschneidet. Nach einer Studie von Transport and Enviroment lag der CO2-Ausstoß von Daimler-Autos 2007 mit 181 Gramm weit über dem Durchschnitt von 158 Gramm.

Hinzu kommt, dass Kunden das markeneigene Klimaschutzpaket BlueEfficiency mit Start-Stop-Automatik und Leichtlaufreifen nur gegen einen Aufpreis miterwerben können.

Zur Verringerung des CO2-Ausstoßes trägt diese Zusammenarbeit nicht bei. Wenn Kanzlerin Merkel diesem Projekt auch noch ihren Segen gibt, hat sie den Klimaschutz inzwischen wohl aus den Augen verloren, meint Specowius.

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