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Greenpeace-Mahnwache vor dem Gefängnis

Ein Bericht unserer Schweizer Kolleg/innen

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Nachdem es vier Greenpeace-Aktivisten, darunter einem Schweizer, gelungen war, sich im Konvoi zum offiziellen Staatsempfang vor den Wagen von Hillary Clinton einzureihen, schafften sie es schließlich bis in die Eingangshalle zum Bankett der Staats- und Regierungschefs bei Dänemarks Königin Margrethe II. Dort zeigten sie die Transparente Politicians talk - Leaders act (Politiker reden, Anführer handeln).

Der Schweizer, getarnt als Bodyguard, sowie die Aktivisten in Galakleidern wurden sofort von Sicherheitskräften zur Seite gedrängt und festgenommen. Gestern verurteilte der Gerichtshof in Kopenhagen den Schweizer sowie die Kolleginnen und Kollegen aus Spanien, Norwegen und Holland zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von drei Wochen. Seither sitzen die vier in Kopenhagen in Einzelhaft.

Am 7. Januar wird über das definitive Strafmaß entschieden. Dieses kann - bedingt durch die Tatsache, dass sich die Aktion bei einem Empfang von Dänemarks Königin Margrethe II abspielte - durch ein altes monarchisches Gesetz noch verschärft werden. Das Paradoxe daran ist, dass einzig genau diese, nämlich Margrethe II, eine Milderung der Strafe bewirken könnte.

Heute fanden erste Proteste und Solidaritätskundgebungen statt. Mit dabei Kaspar Schuler, Co-Geschäftsleiter Greenpeace Schweiz und auch Kumi Naidoo, Geschäftsleiter Greenpeace International, der sich wie folgt äußerte: Die wahren Verbrecher flüchteten vor ihrer Schande. Die wahren Leader hingegen sitzen hier im Gefängnis.

Am Montag wird gegen diese erste Verurteilung seitens des Schweizers Rekurs eingelegt. Es bleibt jedoch sehr fraglich, ob dieser vor den Festtagen überhaupt noch behandelt wird. Diese Weihnachten hat sich der junge Vater eines knapp zweijährigen Sohnes wohl anders vorgestellt. Es bleibt zu hoffen dass er zum Geburtstag des Kleinen im Februar zu Hause sein wird.

(Quelle: Greenpeace Schweiz)

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