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24 Jahre lang haben mehr als 50 namhafte chinesische Gletscherforscher an der Studie gearbeitet. Das rund 2.700 Seiten starke Werk listet zum ersten Mal die Daten aller 46.298 chinesischen Gletscher auf. Sie machen 15 Prozent der globalen und die Hälfte der asiatischen Gletscher aus.

Sieben Prozent dieser gewaltigen Eismassen Chinas sind in den letzten 40 Jahren geschmolzen. Das entspricht einem Verlust von 389 Millionen Kubikkilometern Eis. Seit den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts, so schätzen die Forscher, müssen rund 600 Milliarden Kubikmeter Schmelzwasser abgeflossen sein, zehnmal die Wassermenge des Gelben Flusses.

Die Wissenschaftler warnen vor den Folgen dieses gewaltigen Schmelzvorgangs: Kurzfristig gesehen könne der Zuwachs an Wasser zwar von Vorteil für die Menschen sein. Seien die Gletscher aber abgeschmolzen, so setze unausweichlich eine umso stärkere Wüstenbildung ein. Davon wäre die Existenz fast eines Viertels der chinesischen Bevölkerung betroffen.

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