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Das Projekt heißt Climateprediction.net und folgt der Idee des so genannten verteilten Rechnens: Ein großes Team überwiegend britischer Wissenschaftler stellt die Daten und das Programm zur Verfügung. Private Internetnutzer in aller Welt lassen diese Daten auf ihrem Rechner vom Programm analysieren. Mittlerweile sollen fast 100.000 freiwillige Mitmacher/innen den Wissenschaftlern bereits rund 8000 Jahre Rechenzeit geschenkt haben.

Die Frage lautete, vereinfacht ausgedrückt: Wie warm ist es im Jahre 2100 auf der Erde, wenn der Kohlendioxidgehalt sich bis dahin auf 550 ppm (parts per million) eingependelt hat? Derzeit sind es etwa 380 ppm. Jährlich kommen um 1,1 ppm hinzu.

Um seriöse Modelle zu erhalten, stellen die Forscher ständig neue Daten bereit. Es gilt, variable Faktoren wie relative Luftfeuchtigkeit und Wolkenbildung, Auftrieb warmer Luftmassen usw. zu berücksichtigen. So entstehen immer neue Szenarien, keine Simulation ist wie die andere.

Das bisherige Ergebnis: Wenn es ganz schlimm kommt, erwärmt sich das Klima bis zum Ende dieses Jahrhunderts um bis zu 11,5 Grad. Bestenfalls nur um zwei Grad. Diese zwei Grad hätten es allerdings nach Aussage unseres Klimaexperten Karsten Smid schon in sich.

Eine globale Erderwärmung von 2 Grad ist mehr als genug, sagt Smid. Wir müssen alles daransetzen, die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre unter 450 ppm zu halten. Anzustreben sind 400 ppm, um gefährliche Klimaveränderungen zu verhindern.

Auf das Kyoto-Protokoll allein, das am 16. Februar 2005 endlich in Kraft tritt, mag Smid sich dabei nicht verlassen: Die Klimverhandlungen haben sich zu lange hingezogen, die vereinbarte Verringerung der Treibhausgase ist zu schwach, und die USA blockieren noch immer. Es ist Zeit für eine drastische Verringerung der Treibhausgase.

Seine Forderung: Wir müssen die kommenden Jahre für eine Energiewende nutzen. Weg vom Verheizen von Öl, Kohle und Gas. Hin zur Nutzung von Erneuerbaren Energien.

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