Jetzt spenden
Eine der zahlreichen Ölplattformen in der Nordsee, März 2001
Jeremy Sutton-Hibbert / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Erst drei Tage nach dem Unfall vom 10. August informierte Shell die Öffentlichkeit und Behörden über eine Leckage an einer ihrer Plattformen etwa 180 Kilometer östlich der schottischen Stadt Aberdeen.

Eine Woche später gab Shell Zahlen über das Ausmaß des Unfalls bekannt. So seien insgesamt 218 Tonnen Öl ausgelaufen. Die Austrittsrate konnte auf weniger als ein Barrel pro Tag (circa 159 Liter) begrenzt werden. Die maximale Ölmenge, die insgesamt austreten könnte, belaufe sich auf etwa 880 Tonnen.

Der Unfall an der Shellplattform gilt als der größte in den letzten zehn Jahren vor der Küste Großbritanniens. Verglichen mit der Katastrophe der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko hat das Unglück ein relativ kleines Ausmaß. 660.000 Tonnen Öl traten damals im Golf von Mexiko aus und verschmutzten circa 1.000 Kilometer der US-amerikanischen Golfküste.

2008: 11.000 Tonnen Öl im Meer

Jedoch ist der Unfall vor Großbritannien kein Einzelfall. Nach dem neusten Bericht der Oslo Paris Kommission (OSPAR), einem Zusammenschluss aller Anrainerstaaten des Nordost-Atlantik, konnte 2008 bei 500 Unfällen Öl austreten. Hinzu kommen Öleinträge aus dem alltäglichen Betrieb der 450 Öl- und Gasplattformen, die in der Nordsee stehen. 2008 gelangten so mehr als 11.000 Tonnen Öl ins Meer, das entspricht einem mittelschweren Tankerunglück.

Aufgrund der Häufigkeit der Ölunfälle in der Nordsee fordert Greenpeace eine stärkere Kontrolle der bestehenden Anlagen sowie eine Verpflichtung der Betreiber, ihre Pläne für Notfälle zu veröffentlichen. So können unabhängige Experten diese bewerten. Zudem müssen Unfälle umgehend den zuständigen Behörden sowie der Öffentlichkeit mitgeteilt werden.

Online-Mitmachaktion

https://act.greenpeace.de/warmewende-jetzt

Wärmewende jetzt!

Die Bundesregierung will die Wärmewende ausbremsen - doch das wäre fatal und würde neue Unsicherheiten schaffen. Wir fordern: keine Abschwächung des Gesetzes, faire Förderung und Schutz für Mieter:innen!

Petition unterzeichnen
0%
vom Ziel erreicht
0
haben mitgemacht
0%
Thermography of Wasted Heat in Germany

Mehr zum Thema

Luftaufnahme: Auf der Tankerwand steht "Risk", davor ein Schlauchboot mit Aktiven, im Hintergrund ein weiteres

Mehr Schutz vor Tankerunfällen

Schattenflotte: Russische Ölexporte mit maroden Tankern bedrohen Ostsee. Simulationen zeigen Folgen von Ölunfällen entlang der Tankerroute. Bundesregierung kann handeln, belegt neues Rechtsgutachten.

mehr erfahren über Mehr Schutz vor Tankerunfällen
Olympische Ringe mit Öl vor dem Mailänder Dom

Olympische Winterspiele in Zeiten der Klimakrise

Absurd: Fossile Konzerne sponsern die Olympischen Winterspiele. Dabei droht den Austragungsorten Schneemangel wegen der durch fossile Energie verursachten Erderwärmung. Schluss damit!

mehr erfahren über Olympische Winterspiele in Zeiten der Klimakrise
Luftbild: Mineralöl-Hochtanklager in Duisburg

Tanquid verkauft

Kritische Infrastruktur darf nicht in die falschen Hände gelangen – darum heißt sie so. Der Verkauf des Tanklagerbetreibers Tanquid an ein US-Unternehmen ist daher ein Fehler.

mehr erfahren über Tanquid verkauft
Protest at the Eventin Oil Tanker

Öltanker gefährden Ostsee

Am 10. Januar 2025 trieb der Tanker "Eventin" voll mit russischem Rohöl manövrierunfähig vor Rügen. Zum Jahrestag protestieren Greenpeace-Aktive gegen die Gefahren durch die russische Schattenflotte.

mehr erfahren über Öltanker gefährden Ostsee
Rally against Corporations Trying to Sue Critics into Silence in Oakland

Klage gegen Greenpeace und die Meinungsfreiheit

Greenpeace USA soll 660 Millionen Dollar "Schadensersatz" zahlen. Der Rechtsstreit findet auch vor einem niederländischen Gericht statt. Alle Hintergründe.

mehr erfahren über Klage gegen Greenpeace und die Meinungsfreiheit
Zwei Menschen im Gras mit Greenpeace-Protestplakat "Wir werden nicht schweigen" und Megafon

Schutz vor Einschüchterungsklagen

Die EU hat mit ihrer Anti-SLAPP-Richtlinie 2024 einen wichtigen Schritt zum Schutz zivilgesellschaftlichen Engagements getan. Jetzt muss daraus wirksam und zügig deutsches Recht werden.

mehr erfahren über Schutz vor Einschüchterungsklagen