Skip to main content
Jetzt spenden

Fazit: Die bislang durchgeführten Sicherungsmaßnahmen im Bereich der Kadetrinne reichen nicht aus, um die Ostseeküste vor Schiffsunfällen und Ölverschmutzungen zu schützen. Jeden Tag könnte es vor der deutschen Küste zu einem der Prestige ähnlichen Unfall kommen.

Im Oktober begleiten Greenpeacer mit Schlauchbooten die Fahrt des 26 Jahre alten Tankers Sea Splendor auf der Elbe. Die Umweltschützer projizieren während der Fahrt die Warnung: Gefahr! Einhüllentanker - 26 Jahre alt! an die Bordwand des Tankers. Greenpeace fordert, dass Tanker nicht länger als zwanzig Jahre betrieben werden dürfen. Im November entdeckten sie den 33 Jahre alten Tanker Arctic Swan in der Kadetrinne.

Von diesen Schiffen geht eine erhebliche Gefahr aus: Ab einem Alter von zwanzig Jahren können Ermüdungserscheinungen am Material auftreten. Zudem verfügt der Uralt-Tanker nicht über eine Doppelhülle.

Zurzeit befahren die Weltmeere rund 3.400 Tanker ohne Doppelhülle, die älter als zwanzig Jahre sind. Sie gehören zu den unsichersten Tankern. Auch die Prestige sank Experten zufolge wahrscheinlich wegen eines Bruchs der Schiffshülle aufgrund von Materialermüdung.

Greenpeace fordert ein weltweites Verbot von Tankern über zwanzig Jahre ohne Doppelhülle und für die Kadetrinne zudem eine Lotsenpflicht.

Mehr zum Thema

Freiwillige helfen, die Strände von den Verschmutzungen zu befreien.

Ölkatastrophe in Israel

  • 03.03.2021

Die größte Ölkatastrophe in der Geschichte Israels ist auch ein Versagen der Politik. Satellitenbilder vom Mittelmeer zeigen, dass die Gefahr rechtzeitig zu erkennen gewesen wäre.

mehr erfahren
Die Esperanza fährt vor der Andrew-Plattform vorbei

Ölverschmutzung in der Nordsee

  • 17.08.2020

Eine starke Ölverschmutzung bei einer Plattform in der Nordsee dokumentierten Aktivistinnen und Aktivisten des Greenpeace-Schiffes Esperanza. Sie meldeten den Vorfall den Behörden.

mehr erfahren
Portrait Christian Bussau

Umweltkatastrophe in Arktis

  • 15.06.2020

Was bedeutet die Ölkatastrophe in Russland für Mensch, Tier und Umwelt – und wie hängt das alles mit der Klimakrise zusammen? Ein Interview mit Dr. Christian Bussau von Greenpeace.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten vor BP-Hauptquartier in London

Weg vom Öl

  • 05.02.2020

Erster Tag im Amt, und schon Ärger mit Greenpeace: Auch vom neuen Chef des Ölkonzerns BP fordern die Umweltschützer, endlich den Kurs auf Klimarettung zu stellen.

mehr erfahren
Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen protestieren im Schlauchboot vor der Brent Bravo und Brent Alpha. An einem Betonsockel hängt ein Banner "Clean up your mess, Shell!"

Dreckiges Ölgeschäft

  • 14.10.2019

Shell will alte Plattformen mit 11.000 Tonnen Öl in der Nordsee verrotten lassen. Dagegen protestieren seit heute Morgen Greenpeace-Aktivisten und kletterten auf zwei Plattformen.

mehr erfahren
Greenpeace-Kletterer protestieren an der BP-Plattform gegen weitere Bohrungen nach Öl. Sie haben ein Banner dabei mit der Aufschrift "Climate Emergency"

Öl auf Abwegen

  • 20.06.2019

Seit neun Tagen halten Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen den Öl-Konzern BP in Atem; „Klimanotstand“ steht auf dem Banner, mit dem sie auf eine Ölplattform kletterten.

mehr erfahren