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Republik Komi: Ölsünder bestrafen!

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Das Greenpeace Oil Spill-Team, das zwei Wochen lang Ölunfälle in der Komi-Republik dokumentiert hat, wurde insgesamt 204-mal fündig. Insgesamt erstreckt sich das verschmutzte Gebiet auf 130 Hektar. Die über 40 teilnehmenden Greenpeace-Aktivisten und -Aktivistinnen beseitigten außerdem etwa 135 Tonnen Öl und Ölschlamm aus kontaminiertem Gelände. 20 der in einer Karte verzeichneten Funde lassen auf einen Unfallzeitpunkt im Jahr 2014 schließen.



Auf Grundlage der Ergebnisse hat Greenpeace Russland eine Beschwerde bei der zuständigen Behörde Rosprirodnadzor eingereicht und fordert diese auf, die für die Ölunfälle verantwortlichen Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen und die betroffenen Gebiete zu dekontaminieren. In der Beschwerde sind die genauen Koordinaten der Fundstellen angegeben.



„Die Ölförderung und der Öltransport in Russland sind ein schmutziges Geschäft und verletzen eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen. So kommt es, dass Gewässer und Wälder in Russland Jahr für Jahr mit Millionen Tonnen Öl verschmutzt werden. Der Staat muss das Problem endlich anpacken und die Firmen müssen die angerichteten Schäden begleichen - nicht nur finanziell,“ so  ein Mitarbeiter von Greenpeace Russland.

Geborstene Leitungen und Mülldeponien in der Natur

Das Oil Spill-Team hatte sein Lager in der Nähe der Ölfelder in Usinsk und Kharjaga aufgeschlagen. Die Ölverschmutzungen waren in den meisten Fällen auf geborstene Pipelines (148 Fälle) zurückzuführen, oftmals waren auch leckende Behälter (20) die Ursache, zuweilen auch die Deponierung von Ölschlamm (11) und Industrieschrott (16) in der Natur. Neben den Ölunfällen stieß das Team auch auf leckende Ölquellen und austretendes, giftiges Lagerstättenwasser.



Schon zuvor hatte Greenpeace Russland konkrete Anregungen gemacht, wie die staatliche Regulierung der Ölunfälle verbessert werden kann. Das Umweltministerium der Republik Komi und lokale Rosprirodnadzor-Büros haben bekräftigt, diese Anregungen aufgreifen zu wollen. In den kommenden Wochen will das Ministerium dem Staatsrat in Komi nun einen Vorschlag unterbreiten, der nachfolgend dem russischen Staatsparlament vorgelegt werden kann.

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