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Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler beim Anti-Atom Treck, August 2009
Daniel Müller / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Route des Anti-Atom-Trecks führt an Orten vorbei, an denen der Müll aus den deutschen Atomkraftwerken entsorgt wurde oder noch entsorgt werden soll: Gorleben, Schacht Konrad, Morsleben... Überall auf der Strecke können sich Menschen dem Protestzug anschließen. Wer erst am Samstag zur Demo in Berlin Zeit hat, erfährt alles Wichtige über den Treck aus dem Blog von Mathias Edler. Er schreibt über den Widerstand in den betroffenen Orten, die überwältigende Unterstützung, die der Treck erfährt und über die Hintergründe des aktuellen Atomdesasters.

Edler hofft, dass der Anti-Atom-Treck zum Brandenburger Tor die Menschen genauso mobilisiert, wie der Protestzug vor 30 Jahren in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover. Im März 1979 machten sich im wendländischen Lüchow 40 Landwirte mit ihren Traktoren auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt. Dort wollen sie gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage im Gorlebener Forst protestieren: der Beginn des legendären Trecks nach Hannover.

Auf dem Weg erschüttert die Meldung vom Reaktorunfall in Harrisburg/USA die Republik. Am 31. März 1979 empfingen 100.000 Menschen unweit der Landesregierung über 300 Traktoren unter dem Motto Gorleben soll leben!. Der kleine Treck der wendländischen Bauern war zur größten Anti-Atom-Demonstration in der Geschichte der Bundesrepublik geworden. Sechs Wochen später erklärte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) immer noch sichtlich beeindruckt von den Menschenmassen vor seiner Tür: Eine WAA ist wirtschaftlich machbar, aber politisch nicht durchsetzbar!

Am Samstag treffen wir hoffentlich genauso viele Leute vorm Brandenburger Tor wie uns sonst bei Castortransporten im Wendland unterstützen, wünscht sich Edler. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Denn wer immer auch die Bundestagswahl am 27. September gewinnt: Sie müssen wissen, dass wir den Atomausstieg wollen - nicht nur im Wendland, sondern in der ganzen Republik. Sie müssen wissen, dass sie uns zum Gegner haben, wenn sie die Laufzeiten für AKW verlängern wollen.

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