Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das finanzielle Desaster zeichnete sich früh ab, doch Kritiker innerhalb wie außerhalb der Regierung warnten vergeblich. Michael Meacher, von 1997 bis 2003 britischer Umweltminister, forderte den Obersten Rechnungshof jetzt zu einer offiziellen Untersuchung auf. Selbst er habe damals keinen Zugang zu den Zahlen erhalten, auf die die Regierung sich berufen habe, um die Anlage zu rechtfertigen.

Betreiberin von Sellafield ist die staatliche British Nuclear Fuels (BNFL). Zum Komplex, früher unter dem Namen Windscale bekannt, gehören auch Wiederaufarbeitungsanlagen und Atomreaktoren. Die radioaktive Verseuchung um die Wiederaufarbeitungsanlage herum ist derjenigen in der 30-Kilometer-Sperrzone um den Katastrophenreaktor von Tschernobyl vergleichbar. Das Blutkrebsrisiko für Kinder und Jugendliche in der Umgebung ist zehnmal so hoch wie im Landesdurchschnitt.

Für Greenpeace-Atomexpertin Susanne Ochse zeigt der Fall Sellafield einmal mehr, dass die Atomindustrie ein schwarzes Loch ist. Sie schluckt Millionen an Steuergeldern, hinterlässt ihren strahlenden Müll, der wiederum Millionen kostet, und gefährdet auf Staatskosten Menschen und Umwelt. (sit)

Mehr zum Thema

Projection for a Nuclear Power Free Europe at Grohnde NPP (Photos & Video)

Keine Laufzeitverlängerung für AKW

  • 04.08.2022

Der TÜV Süd ist für AKW-Laufzeitverlängerungen. "Ohne Überprüfung steht für den TÜV das Ergebnis bereits fest", sagt Atomexperte Heinz Smital. Ein Rechtsgutachten unterstellt dem Konzern Befangenheit.

mehr erfahren
Transporter vor AKW-Kühlturm

Greenpeace radiation investigation at Chornobyl

  • 18.07.2022

Near the ruins of the Chornobyl nuclear power plant, an international team of radiation experts led by Greenpeace Germany is examining abandoned Russian positions for radioactive contamination.

mehr erfahren
Examination around Chornobyl for Radioactivity

Strahlenmessungen in Tschornobyl

  • 18.07.2022

Die Ergebnisse der Greenpeace-Messungen um Tschornobyl zeigen: Die Internationale Atomenergiebehörde verharmlost radioaktive Gefahren durch die russische Invasion.

mehr erfahren
Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Greenwashing durch EU-Taxonomie

  • 06.07.2022

Das EU-Parlament kann die umstrittene Einstufung von Gas und Atom als nachhaltig nicht verhindern: Greenpeace kündigt darum eine Klage an.

mehr erfahren

Brände nahe Tschornobyl

  • 20.05.2022

Immer wieder kommt es zu Bränden um Tschornobyl, unter großem Einsatz der Feuerwehrleute vor Ort. Das zeigt: Ein GAU ist niemals abgeschlossen.

mehr erfahren
‘Taxonosaurus’ Dinosaur at EU Commission HQ in Brussels

EU-Taxonomie nach russischem Wunsch

  • 17.05.2022

Eine EU-Nachhaltigkeitstaxonomie, die Gas und Atomkraft fördert, begünstigt vor allem Russlands Wirtschaft. Kein Zufall: Darauf haben russische Unternehmen hinter den Kulissen hingewirkt.

mehr erfahren